Samstag, 14. September 2013

Feuer frei! Kardinal Meisner im Visier von DRadio Kultur

Gottes Rottweiler ... Katholiban von Köln ... Gegenstimmen lasse er nicht gelten ... Eine andere Möglichkeit, den augenblicklichen Kölner Erzbischof loszuwerden, bestehe wohl nicht ... Das Ächzen unter Meisners Joch ... Der regiert seit 1989 mit harter Hand Deutschlands heiterste Katholikenschar ... allerdings nur selten zu deren Wohlgefallen ... Man kann sich gar nicht vorstellen, wohin der Wahnsinn dieser Rückorientierung gegangen ist ... an Porzellan zerschlagen, an Vertrauen zerstört, an Hoffnungen enttäuscht ... immer wieder sorgte dieser Erzbischof für Schlagzeilen ... Strafanzeigen wegen angeblich diffamierender Äußerungen ... erließ Redeverbote ... versetzte widerborstige Priester ... gängelte und drangsalierte Theologen und Laien gleichermaßen ... Sie ahnen ja nicht, wie wir seit Jahren geknebelt werden! ... dialogunwillig ... rückständig ... anmaßend ... kommunikationsunfähig ... Hassprediger ... Geistiger Brandstifter ... Der Krawall-Kardinal ... Hetzer auf dem Bischofsstuhl ... Wortführer der katholischen Fundamentalisten in Deutschland ... geben obskure rechtskatholische Gruppen den Ton an ... Schon die Wahl ... stand unter keinem guten Stern ... In Köln runzelte man bereits die Stirn ... doppelt autoritäre Sozialisation des Kandidaten ... aus einer autoritären katholischen Kirchenstruktur ... Umgestaltung der Kirche im zentralistisch-autoritärem Sinne ... seinen Kandidaten durchzusetzen ... auch gegen den Willen der Beteiligten ... den ersten handfesten Skandal ... die Reihe der Fehlleistungen ... Ein ähnliches Schicksal erlitt ... dass man freiheitsfeindlich ist ... Eine Kirche, die unterdrückt und nicht befreit ... Der unbarmherzige Katholik ...
Und so weiter uns so fort. Das ist eine - nur der ersten Hälfte des Beitrags entnommene und grob gefilterte - Sammlung von Schlagworten, Formulierungen, Meinungen und Unterstellungen, mit denen DRadio Kultur heute in der Sendung Religionen auf das nahende Ende der Amtszeit von Kardinal Meisner zu sprechen kam. 
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Den Kontext der einzelnen Formulierungen kann man vernachlässigen. Am Ende dieser von einer gewissen Kirsten Serup-Bilfeldt geschickt montierten Verleumdungs-Orgie weiß der Hörer ohnehin nicht mehr, wer hier was wozu oder zu wem gesagt oder behauptet hatte und inwiefern die jeweiligen Aussagen zutreffend, falsch, nur die halbe Wahrheit oder tendenziös eingedampft sind. Der Text kennt ohnehin nur eine Richtung: Meisner als Amtsträger und als Mensch in den Augen der Anderen zu ruinieren. Ein anderes Wort für "ruinieren" ist übrigens "vernichten" - und auch das würde hier passen.
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Eine bemerkenswerte Note bei einer Journalistin, die sonst ihre Brötchen auch damit zu verdienen scheint, indem sie über die Verfolgung der Juden durch das NS-Regime schreibt. Betrachtet man die Stoßrichtung des Textes und das Geschick der Autorin, Stimmung zu erzeugen, so ... mag sich jetzt jeder seinen eigenen Reim drauf machen.
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Der Link zu diesem öffentlich-rechtlichen Armutszeugnis: hier.

Kommentare:

MC hat gesagt…

Umso mehr muss es manche Leute ärgern, dass sie Kardinal Meisner partout nicht los wurden.

Sich seit 89 fortgesetzt zu ärgern muss doch ziemlich anstrengend gewesen sein. Und Eminenz kann es mittlerweile egal sein. Wenn er sich bis jetzt nicht hat unterkriegen lassen, kriegen sie ihn jetzt auch nicht mehr.

Geistbraus hat gesagt…

spätestens als der Name "Kirsten Serup-Bilfeldt" fiel, war ich mir sicher, es handle sich hier um Satire - und wollte Dir schon für die gelungene Persiflage gratulieren...

...na, war wohl nix.

Arminius hat gesagt…

Seine Eminenz hat es gewagt, sich hinter des Bischof von Limburg zustellen. Dieser Affront durfte nicht ungerügt bleiben.