Dienstag, 17. September 2013

Das Bekenntnis Christi zu dem Heiligen

Der hl. Franziskus empfängt die Wundmale Jesu - Glasfenster
in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Wittnau bei Freiburg
Franziskus sprach wenig und nur "vorsichtig wie in Rätseln" über die unfaßlichen Stigmata und meinte: "Selig, der die Geheimnisse seines Herrn und Gottes bei sich zu bewahren weiß". An der Wirklichkeit der Stigmata ist nicht zu zweifeln, weil sie gut bezeugt sind. Die "Fioretti" führen aus: "Weshalb dem heiligen Franziskus die Wundmale eingeprägt wurden, ist noch nicht völlig kundgeworden". Wenn selbst die Verfasser der "Fioretti" ratlos blieben, wieviel mehr müßte der heutige Mensch seine Inkompetenz in dieser Frage eingestehen. Man ahnt behutsam und vorsichtig ein Bekenntnis Christi zu dem Heiligen. Franziskus' Angleichung an den Herrn kam auch äußerlich zum Ausdruck: seine mystische Versenkung in Christus erreichte einen dermaßen intensiven Grad, daß sie ins Leibliche überging (Walter Nigg).
Walter Nigg / Toni Schneiders: Der Mann aus Assisi. Franziskus und seine Welt. Freiburg 1975. S. 36.

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