Donnerstag, 22. August 2013

Wie lange, Herr ...?

Fortitudo - Starkmut: Detail der allegorischen Darstellung der vier
Kardinaltugenden im Sitzungssaal des Erzbischöflichen
Ordinariates Freiburg
.
Leider bin ich zu spät nach Hause gekommen, um heute endlich noch ein Geläute zum Gedächtnis unserer so schwer angefochtenen Schwestern und Brüder in Ägypten einzubauen; wie bei so vielen anderen Mitchristen - nicht zuletzt die Blogozese zeugt davon - wandern aber in diesen Tagen die Gedanken immer wieder zu Papst Tawadros II. und seiner Herde und natürlich auch zu den anderen Christen verschiedenster Bekenntnisse - nicht zuletzt zu jenen, die uns in der Einheit mit dem Stuhl des Petrus ganz besonders verbunden sind. 
.
Leider sind es oft die schlechten Nachrichten, welche die Gedanken wandern lassen: Hier wieder gepeinigte und getötete Christen, dort wieder niedergebrannte Kirchen ... und hinter all dem diese "Religion des Friedens", deren Vertreter sich zumeist nicht in der Lage sehen, dem Treiben der "Muslimbrüder" Einhalt zu gebieten oder zumindest eine deutliche und glaubhafte Geste des Bedauerns zuwege zu bringen. 
.
In der Komplet vom Dienstag findet sich Psalm 12 - in dieser Woche war das für mich der Hilferuf der äyptischen Christenheit und das Gebet für unsere Schwestern und Brüder:
.
Wie lange, Herr?
Willst du mich ganz und gar vergessen?
Wie lange verbirgst du dein Antlitz noch vor mir?
.
Wie lange soll ich Schmerzen tragen in meiner Seele,
Trauer in meinem Herzen, Tag um Tag?
.
Wie lange darf mein Feind sich über mich erheben?
Schau her! Erhöre mich, Herr, mein Gott!
.
Mach hell meine Augen,
damit ich nicht im Tod entschlafe,
damit nicht mein Feind sich rühmt:
"Bezwungen habe ich ihn",
.
damit nicht meine Gegner jubeln, weil ich gestürzt ...
derweil ich auf dein Erbarmen doch mein Hoffen setzte.
.
Jubeln möchte mein Herz über deine Hilfe,
singen wollte ich dem Herrn, 
der mir Gutes zuteil werden ließ.

Keine Kommentare: