Samstag, 3. August 2013

Vom Mariengedächtnis am Samstag

Gnadenbild Unserer Lieben Frau zu St. Märgen im Schwarzwald
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Gegen Ende des achten Jahrhunderts kam in karolingischen Klöstern die Übung auf, an den Samstagen in besonderer Weise Unserer Lieben Frau zu gedenken. Die liturgische Neuordnung im Anschluß an das Konzil von Trient übernahm diesen Brauch für die ganze Kirche - ist der Samstag ein einfacher Wochentag ohne Fest, dann ist die jeweilige samstägliche Marienmesse erste Wahl; das bekannteste dieser Formulare dürfte die adventliche Rorate-Messe sein. Das Breviarium Romanum wartet in diesem Fall mit einem verpflichtenden Marienoffizium in Sabbato auf. Diesen Gepflogenheiten folgt auch die ordentliche Form des römischen Ritus. Aus dieser Überlieferung schöpfend ist der Samstag generell zum "Marientag" geworden.
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So legen wir am Ende einer Woche den sich neigenden Kreis der sieben Tage mit all dem, was darin gelungen ist und was davon mißraten, in die guten Hände Unserer Lieben Frau, auf daß sie - als die Erstvollendete unter uns Menschen - es vor Gott stelle, damit er in seiner Gnade, die ihr in Fülle zuteil geworden ist, ergänze, was unserer Gebrechlichkeit noch mangelt: Mater divinæ gratiæ, du Mutter der göttlichen Gnade: Ora pro nobis.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Interessant, weil ich jetzt weiß, warum ein Pfarrer, der mal bei uns war, einmal im Monat samstags eine Marienmesse hielt. Das habe ich sonst noch nie von irgend einem Pfarrer gehört oder gelesen. Ist aber ja offensichtlich ein alter Brauch.