Freitag, 30. August 2013

Das nächste plumpe Plakat

Man sollte fair bleiben - wenn die grüne Halbspitze Katrin Göring-Eckardt über Den Kuchen neu verteilen spricht, dann ...
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... plant die oberste EKDame natürlich keineswegs, ihren Zuhörern den Anwendungshorizont zur EKDösen Familien-"Orientierungshilfe" im praktischen Beispiel zu erschließen, auch wenn ihre Ehe gerade in die Brüche gegangen ist ... wobei der nächste "Lebenspartner" bereits auf der Matte stehen soll (mutmaßlich alles irgendwie korrelativ).
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Nein! Es geht selbstverständlich ums Große und Ganze, also um irgendwas mit Gerechtigkeit: "Katrin Göring-Eckardt fordert: Eine gerechtere Gesellschaft!" Schön wär's - und noch viel schöner, würde mich die wohlfeile Parole nicht an einen fiesen Kommentar erinnern, der kürzlich im Politischen Feuilleton auf DRadio Kultur abgefunkt wurde. Sinngemäß: Gerechtigkeit zu fordern sei so ziemlich die billigste Masche, die man im Wahlkampf aufziehen könne.
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"Und Du?" Überraschung! Man mag es kaum glauben, aber eine gerechtere Gesellschaft fordere ich auch. Aber sicher nicht das, was sich die Die Grün_Innen dabei so vorstellen ...

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Was für einen Kuchen? In Wahrheit meint diese Dame die Krümmel.

Cinderella01 hat gesagt…

Ich mag keinen Kuchen, außer Prinzregententorte, und den kann die Grüne Tante weder backen noch verteilen .... Kann ich mich also weiterhin von ihnen fernhalten.

Cinderella01 hat gesagt…

Ich mag keinen Kuchen, außer Prinzregententorte... und den kann die Grüne Tante sowieso nicht backen ... Also werde ich mich weiterhin von denen fernhalten.

sophophilo hat gesagt…

So manche Vorstandsvorsitzende finden es auch "gerecht", dass sie einen Jahresgehalt bekommen, für das der Durchschnittsmensch 1.000 Jahre lang arbeiten müsste... "Verantwortung", wissenschon...

Wolfram hat gesagt…

Moment mal, bitte nicht alles durcheinandermengen, das gibt auch keinen Kuchen...

Die Präses der EKD-Synode hat nicht mehr persönlichen Einfluß auf ein Papier des Rats der EKD als der Bundestagspräsident auf die Druckwerke, die irgendein Bundesministerium herausgibt - beispielsweise die Formulare zur Steuererklärung und die dazugehörigen Informationshefte.
Daß die Laien-Hälfte der EKD-Synode teilweise mit Politikern besetzt ist statt ausschließlich mit engagierten Gemeindemitgliedern, ist in meinen Augen ein schweres Manko, aber die EKD hat an diesem Wahlplakat nun wirklich keine Aktien.

Ester hat gesagt…

Man kann nur Kuchen verteilen die man vorher gebacken hat und im modernen Frauenbild kommt diese Fähigkeit nciht mehr vor.
Ergo geht die grüne Halbspitze davon aus, das Kuchen immer da ist.
Worin ihr Denkfehler besteht.

Martin Deutsch hat gesagt…

Bei uns in Österreich dasselbe in Grün (haha!) ...

Konstantin hat gesagt…

Ich fordere auch eine gerechtere Gesellschaft: nach den Regeln der katholischen Soziallehre.

Andreas hat gesagt…

Wolfram, ich habe ja auch nicht behauptet, Frau Görung habe die Orientierungshilfe höchstpersönlich verfasst. Aber als Präsentessa hält man halt doch den Kopf auch dafür hin (wobei ich durchaus annehme, daß die halbe Grünspitze gewiß hinter allen "fortschrittlichen" Ansichten dieses Papiers stehen wird).

Wolfram hat gesagt…

Äh - nein. So wie der Bundestagspräsident (ist das eigentlich immer noch der Bart, in dem sich die Brille versteckt?) nicht für das den Kopf hinhält, was das Finanzministerium oder selbst das Kanzleramt verzapft.
Da ist die synodale Struktur einfach anders als die episkopale Struktur eures Vereins.
Und deshalb hält für die Verlautbarungen des Rats der EKD neben deren Autoren zunächst einmal der Ratsvorsitzende den Kopf hin, nicht aber die Mitglieder der Synode - und sei es die Präses, die auch im Prinzip nichts anders zu tun hat, als die Synodensitzungen zu leiten. Aber eben keine reale Macht hat.
Sie ist qua Amt Mitglied des Rates.
Aber: das Amt ruht. Sie wird vertreten in diesem Amt durch einen Herrn Beckstein sowie einen Herrn Eberl.

Die halbe Grünspitze würde am liebsten die Kirchen abschaffen... da ich das Papier immer noch nicht gelesen habe, weiß ich nicht, was wirklich drinsteht. Man wird vorsichtiger, wenn man älter wird. ;)