Dienstag, 16. Juli 2013

Im Schmuck eines gnadenvollen Kleides

Unsere Liebe Frau übergibt dem hl. Simon Stock das Skapulier -
Bild im Auszug des Marienaltars der Kirche Mariä Krönung,
Oberried im Schwarzwald
Die orientalische Kirche besingt in einem Sticheron das Kleid der Gottesgebärerin. Diese Hymnenstrophe hat, zugegeben, nichts mit dem Skapulier zu tun, an welches uns das heutige Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Berg Karmel (Skapulierfest) erinnert; vielmehr wird dieser Gesang am Vorabend des Festes der Niederlegung des kostbaren Gewandes unserer hochheiligen Herrin, der Gottesgebärerin, in der Blachernenkirche zu Konstantinopel (2. Juli) angestimmt. Die Worte dieses Preisliedes können wir aber auch auf das Skapulier hin erwägen:
.
Wie ein hellstrahlender Kranz,
ganz makellose Gottesgebärerin,
wurde dein heiliges Kleid
der Kirche Gottes aufgesetzt;
heute wurde sie mit ihm geschmückt.
Bei der Mysterienfeier, Herrin, ruft sie dir zu:
.
Freue dich, ehrwürdiges Diadem
und Krone deiner göttlichen Herrlichkeit!
.
Freue dich, einziger Ruhm der Geistesfülle
und ewiges Frohlocken!
.
Freue dich, Hafen derer, die zu dir fliehen,
und Schutz und unsere Rettung!
.
Wenn wir nun gerade bei solch geistlichen Gewändern sind, dann könnten wir auch an das Taufkleid denken, das uns einst aufgelegt worden ist - unser "Grundskapulier" sozusagen. Im Taufritus der außerordentlichen Form des römischen Ritus ist dies mit folgenden Worten verbunden:
.
Empfange das weiße Kleid
und bringe es makellos
vor den Richterstuhl 
unserer Kyrios Jesus Christus,
auf daß du das ewige Leben habest.
.
Das Taufkleid ist ein Zeichen jenes Gewandes der Gnade, das wir seither pneumatisch tragen - sofern wir es nicht verlumpen lassen, bis es uns in Fetzen vom Leib fällt ... gebe Gott auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau, daß wir in ihm - als einem hochzeitlichen Kleid - einmal vor den königlichen Kyrios (vgl. Mt 22, 1-14)  treten können.

Keine Kommentare: