Montag, 22. Juli 2013

Ihr seid das Salz der Erde:


Da gibt man sich alle erdenkliche Mühe, greift nicht auf irgendeine Fix-ich-habe-fertig-Tüte zurück, schnippelt Zwiebeln, zerkleinert altbackene Weckle, hackt auf der Petersilie rum, raspelt Möhren rein, schlägt Eier auf, manscht alles in einer Schüssel durch, schwitzt und stöhnt (ohnehin eine absurde Idee, heute bei der Affenhitze Fleischküchle zu braten) ... und dann ist zuviel Salz dran. Viel zu viel Salz. Seufz.
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Scheint mir etwas ähnlich der Arbeit am Reich Gottes: Da hegt man manchmal auch großartige Pläne, werkelt und tut und tut am Ende des (vermeintlich) Guten zuviel. Der Mensch denkt, Gott lenkt - was aber immer noch besser zu sein scheint, als wenn man sich vom Teufel in die Suppe spucken läßt. Ist mir heute auch schon passiert. Seufz.
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Was aber mache ich jetzt mit meinen mißratenen Fleischküchle? An die Tauben verfüttern, im Sinne eines weiteren Versuchs, sie von meinem Küchenfenster künftig fern zu halten ...?!?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

zerbröseln und als suppeneinlage verwenden, am besten eine geschmacklose gemüsesuppe ;-)

Eugenie Roth hat gesagt…

So viele Menschen haben nicht genug zu Essen. Daher esse ich, wenn es nicht gar zu sehr "daneben" schmeckt, die Sachen meist dennoch, die ich "verwürzt" habe. Wenn's gar zu versalten ist schließe ich mich dem Vorschlag von Anonym an.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Vielen Dank für den Rat, den ich mal ausprobieren werde!
Essen kann man die Dinger leider wirklich nicht ...

Eugenie Roth hat gesagt…

"Ihr seid das Salz der Erde!" sagt Jesus zu seinen Folgenden (((-;
Wir sind WENIGE im Vergleich zu denen, die vom Glauben nichts wissen (wollen). Und so wenig Salz braucht das Essen, um genießbar zu sein ... (kleiner "biblischer" Tip für das nächste Mal).

Eugenie Roth hat gesagt…

War da nicht schonmal was mit Kochen? Das nächste Mal kommst du zu mir - für den Fall der Nähe ernst gemeint!

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Da kommt ich gerne drauf zurück, sollte ich mal im Frankenlande sein!
:-)

Zum Kochen soviel: Das gelingt mir entweder sehr gut (vor allem, wenn ich skrupulös irgendwelchen erprobten Rezepten folge) oder geht gnadenlos daneben (wie bei den Fleischküchle, die etwas experimentell waren ... sonst greife ich da meist zu irgendwelchen Knorr-Tüten).

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Mach’ was sinnvolles damit:
Kleine Bröckchen mit Zyankali oder Strychnin bestreichen und an die Tauben auf dem Fensterbrett verfüttern.
Es muss ja nicht immer „Tauben vergiften im Park“ sein.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Ich denke auf den Aufstrich verzichten zu können, ohne die Wirkung zu mindern ... ;-)

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Ich bin beruhigt. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil ich meinen Warnhinweis – nach aufstreichen NICHT die Finger ablecken, vergessen.

Im übrigen sollen gepökelte Tauben auch nicht schlecht schmecken.