Montag, 3. Juni 2013

Schwester Synkletika

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Dieses vielversprechende Buch lieferte mir heute die Post. Die nähere Betrachtung entlockte mir ein leichtes Grinsen ob des Namens der Verfasserin: Schwester Synkletika - ich vermute, daß es auch bei der Vergabe von Ordensnamen gewisse Trends gab und gibt, wie zum Beispiel bei Kindern. Die Schwestern der Abtei Herstelle wurden, scheint es mir, besonders gerne mit altkirchlichen Namen bedacht, schließlich war Odo Casel OSB Spiritual in Herstelle. Nun gut, Schwester Synkletika klingt schon ein wenig nach Mullbinde und Not-OP ... aber immer noch besser als etwa Sr. Vanessa oder Sr. Kylie. 
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Ein kurzer Blick in Google klärte mich obendrein auf, daß es sich bei der hl. Synkletia um eine Anachoretin der 4. Jahrhunderts aus Alexandria handelt, welche die - dem heiligen Athanasius in die Schuhe geschobene - Vita als Vorbild einer christlichen Asketin vorstellt. Gewidmet ist das Buch dem Gedächtnis "des in Christus vollendeten Vaters und Lehrers Odo Casel" ...
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Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

In großen Konventen der Beuroner gabs teilweise Namen, die für unsere Ohren heute doch ziemlich "apart" klingen und bei denen die Trägerinnen oft ziemlich lange brauchten, um sich damit anzufreunden. Eustochium, Theodosia und wie sie alle hießen.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Apart auch der Name der Schwester, die in einer Pfarrei als Gemeindeschwester eingesetzt war: Sr. [Johannes!] Berchmans ... ;-)