Sonntag, 30. Juni 2013

Dialogprozess und Freiburger Ordinariat in Bildern

Nachdem sich die ersten Jahrzehnte der 1827 gegründeten Erzdiözese Freiburg ziemlich turbulent - Stichwort Kulturkampf - gestaltet hatten, wuchs im ruhigeren Fahrwasser zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Wunsch, ein "Regierungsgebäude des Metropoliten der Oberrheinischen Kirchenprovinz" zu errichten, welches dem neu gewonnen Selbstbewußtsein der Kirche Ausdruck verleihe. Dieses Ansinnen wurde unter Federführung des Architekten Raimund Jeblinger zwischen 1903 und 1906 mit dem Bau des Erzbischöflichen Ordinariats realisiert, dessen Äußeres geradezu als Trutzburg in burgundisch-neoromanischem Stil angelegt ist.
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Innen dominiert ein mitunter prallbunter Historismus, nicht zuletzt durch die Ausmalung einiger repäsentativer Räume durch den Maler Franz Schilling - so führt das Ordinariatsgebäude Elemente verschiedenster Stile zusammen und vereint Einflüsse aus der ägyptischen, der keltischen und der byzantinischen Kunst mit Formprizipien, die teils der Romanik, teils der Beuroner Kunstschule, teils dem Jugendstil entnommen sind. 
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Hierzu einige Eindrücke von meinem heutigen Bilderbeutezug. Überraschender Weise hat man - wie aus dem letzten Photo ersichtlich - bereits vor über einhundert Jahren den Dialogprozess vorhergesehen und auch Reaktionen darauf illustriert ...
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Treppenhaus - das oberste Geschoss
Sitzungssaal des Erzbischofs und des Domkapitels































Nörbersaal nach Ordinariatserbauer Erzbischof Thomas Nörber















Nörbersaal - Blick zur Decke mit Fabelwasel















Nörbersaal - Dialogprozess (links), konservative Blogger (rechts)

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