Montag, 10. Juni 2013

Chez Thiébaut

Was macht man, wenn ein Wochenende ins Haus steht, an dem man viel unterwegs ist? Man nimmt den Montag frei. Und was macht man nun? Sich erneut auf die Socken - zumal es heute trotz des Urlaubstages (fast) nicht geregnet hat.
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Das Städtchen Thann im Elsaß mit seinem Theobaldsmünster (fr. Collégiale Saint-Thiébaut) stand auf dem Programm; überdies eine gute Gelegenheit, die jüngst reanimierte Bahnverbindung zwischen dem badischen Mülheim und dem elsässischen Mulhouse mal auszuprobieren.
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Die Hauptbauteile (Chor, Schiff, Turm) des recht kompakten Münsters wurden zwischen 1351 und 1516 errichtet.
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Besonders bemerkenswert ist die Westfassade: Zwei kleinere Tympana werden von einem größeren Tympanon überfangen. Insgesamt sind rund 150 Szenen der Heilsgeschichte mit über 500 Figuren dargestellt.
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Der Patron Sankt Theobald ist besser bekannt als Ubald von Gubbio, von dem eine Reliquie (Ring und ein Fingerstück) auf legendarisch sehr bemerkenswerte Weise den Weg nach Thann fand. Die vergleichende wissenschaftliche Untersuchung eines Hautstückes am Ring mit weiteren Reliquien kam immerhin zum Ergebnis, daß es sich tatsächlich um ein Stück Haut des Heiligen handelte.
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Ein Blick aus dem Langschiff in den Chor ...
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... und aus dem Seitenschiff auf die (halbe) Orgel (2001 von Michel Gaillard in französisch-romantischer Klanggestalt im Originalgehäuse von 1888 erbaut - Disposition hier).
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Kommentare:

sacerdos viennensis hat gesagt…

Was ist denn auf diesem großartigen Portal alles zu sehen? Gibt es vielleicht auch Detailaufnahmen? Und herzlichen Dank noch für die Segenswünsche! Ich hab das Stück schon gesungen ;-)

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Wunsch erfüllt!