Sonntag, 19. Mai 2013

Pfingstlektüre vom Bahnhofskiosk

Üblicherweise stecke ich mir für die Fahrt nach Basel ein Buch ein. Das hatte ich heute vergessen; die Gratis-Sonntags-Postille, die ich ebenfalls mitnehme, war zudem noch nicht im Briefkasten (kein großer Verlust, mich interessieren zumeist ohnehin nur die reingewickelten Prospekte). So saß ich in der Straßenbahn - kein Buch, keine Sonderangebote im Bündel. Ein Fall für den Bahnhofskiosk! Dort konnte ich mich aber nicht recht zwischen zwei Heften entscheiden - also nahm ich beide:
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Ehe mir jetzt die friedensbewegten Kirchentags-Kartonhocker den Rost runtermachen, sei eines betont: Ich halte die Kombination von Vatican magazin ("Schönheit und Drama der Weltkirche") und Visier ("Das internationale Waffen-Magazin") für ethisch weitaus unbedenklicher als etwa die Lektüre von Vatican- und Sankt Pauli Magazin, auch wenn beides auf den ersten Eindruck hin besser zueinander zu passen scheint.
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Schlägt's jetzt 13? Nun denn, wer den Vergleich ebenso haarsträubend findet wie die getroffene Wahl, dem ist nur mit einem Zitat zu helfen, mit dem ich mich aus eben jenem Vatican magazin munitioniere - ein Wort von Nicolás Gómez Dávila ... ganz großes Kaliber:
Seelen, die nicht Schauplatz von Konflikten sind, sind leere Bühnen. Jede Übereinstimmung ist öde. 

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