Sonntag, 12. Mai 2013

Die Berufung der bräutlichen Ekklesia

Hochaltar - Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Freiburg
Der Altar ist die Stätte der Begegnung; dort trifft die Ekklesia wie eine neue Magdalena den Herrn und ruft aus: Rabboni! Sie umarmt ihn und will ihn nicht mehr lassen, bis er sagt: "Halte mich nicht fest, ich bin noch nicht emporgestiegen zum Vater!" (Joh 20, 17), das heißt, ich bin in dir noch nicht emporgestiegen, du bist noch nicht emporgestiegen. Deshalb kannst du mich auch noch nicht in aller Klarheit schauen und ergreifen; aber im Glauben zeige ich mich dir als der Verklärte, als der Auferstandene, als der siegreiche Herr. Im Glauben bin ich dir immer gegenwärtig als der lebendige Christus. 
Halte fest an diesem Glauben! Laß dich nicht durch den Nebel und die Finsternis der Welt von mir abdrängen! Bleibe in mir, damit ich in dir bleibe!
Odo Casel OSB in einem Exerzitien-Vortrag 1936. In: Mysterium der Ekklesia. Von der Gemeinschaft aller Erlösten in Christus Jesus. Mainz 1961. S. 228.

1 Kommentar:

Sursum corda hat gesagt…

Danke für den Text und den wunderschönen Altar. Das Bild spricht Bände... Wann werden deutsche Küster und -innen es endlich begreifen:
1.Töpfe mit Erde sind auf dem Altar verboten, allenfalls auf der Leuchterbank erlaubt.
2. Altäre schmückt man grundsätzlich symmetrisch, Blumen und Leuchter gehören auf beide Seiten gleichmäßig verteilt.
3. Die Mensa ist grundsätzlich kein Abstellplatz für jedwedes Geraffel, wenn es Leuchterbänke gibt.
Glasplatten, Plasteunterlger und Plasteschondecken haben auf dem Altare nichts zu suchen.
Seufz. Seit dem Konzil sind die meisten Altäre zu Blumenbänkchen für spätromantisches Grünzeuggeschmücke verkommen...