Mittwoch, 22. Mai 2013

200 Jahre Richard Wagner

Es weilet und wohnt, es waltet 
ein Wagnerianer im Wesen, 
weswegen wiederkehrende Wonne 
des wunderwaltenden Wiegtags
in zweier Jahrhunderte Wandel 
nicht ungewaltet auf weblicher Seite 
vorüber sich unverwundt wende; 
ein Frühwerk wohl, es werde aufgetan:
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Gebet des Rienzi aus dem fünften Aufzug der Oper Rienzi, der Letzte der Tribunen:
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Allmächt’ger Vater, blick herab!
Hör mich im Staube zu dir flehn!
Die Macht, die mir dein Wunder gab,
laß jetzt noch nicht zugrunde gehn!
Du stärktest mich, du gabst mir hohe Kraft,
du liehest mir erhabne Eigenschaft:
zu hellen den, der niedrig denkt,
zu heben, was im Staub versenkt.
Du wandeltest des Volkes Schmach
zu Hoheit, Glanz und Majestät!
O Gott, vernichte nicht das Werk,
das dir zum Preis errichtet steht!
Ach, löse, Herr, die tiefe Nacht,
die noch der Menschen Seelen deckt!
Schenk uns den Abglanz deiner Macht,
die sich in Ewigkeit erstreckt!
Mein Herr und Vater, o blicke herab!
Senke dein Auge aus deinen Höhn!
(Die Kraft, die mir dein Wunder gab,
laß jetzt noch nicht zugrunde gehn!
Allmächt’ger Vater, blick herab!
Hör mich im Staube zu dir flehn!)
Mein Gott, der hohe Kraft mir gab,
erhöre mein tiefinbrünstig Flehn!

Kommentare:

Anni Freiburgbärin von Huflattich hat gesagt…

Wie wunderbar und wunderschön; die geballte Wacht der Ws :)

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Nun wende dich wohl auch zu wonnigen Wohllaut der wagnerschen Töne ... ;-)