Donnerstag, 18. April 2013

Trauer und Angst und Auflösung?

Sr. Pat Farell vom LCWR war in diesen Tagen auch auf einer Veranstaltung des Luzerner Romerohauses zu Gast. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, bei der es offenbar auch um die Zukunft katholischer Ordensgemeinschaft ging, scheint es zu einer bemerkenswerten Einlassung einer weitere Ordensschwester gekommen zu sein:
Die Schweizer Dominikanerin Ingrid Grave meinte auf dem Podium im Romerohaus, die Schwestern in Heimen usw. hätten früher kaum Zeit gehabt, über Spiritualität nachzudenken. Heute bestünde mehr Gelegenheit dazu. Erst eine reflektierte und gelebte Spiritualität erlaube es den Gemeinschaften, allenfalls "ohne Resignation" sich aufzulösen, weil sie spürten, dass sie ihren Auftrag erfüllt hätten (Quelle: hier).
Was soll man dazu nun sagen? Kann angesichts von Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art (das alles ist schließlich Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi), kann also angesichts dieser Tatsachen auch nur eine Ordensgemeinschaft zum Ergebnis kommen, sie löse sich vor allem deswegen nach und nach auf, weil sie ihren Auftrag erfüllt haben könnte?
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Oder handelt es sich hier eher um eine Beruhigungspille, derweil der Hund womöglich ganz woanders begraben liegt?

1 Kommentar:

Wolfram hat gesagt…

Kommt vielleicht auch auf den Daseinszweck der jeweiligen Kongregation an.
Bei Dominikanerinnen hab ich mich immer schon gefragt, wozu die gut sind, die Dominikaner sind ein Predigerorden, aber Frauen dürfen nicht predigen, wozu also Dominikanerinnen?
So manche an Krankenpflege gebundene Orden oder Klöster haben zumindest in Westeuropa auch kaum mehr Sinn, weil die Professionalisierung der Krankenpflege sie schlicht überflüssig macht. Dann darf man auch getrost sagen, es hat seine Zeit gehabt, und für die Spiritualität stehen ja andere Orden und Häuser bereit.