Sonntag, 14. April 2013

Kirchenväterkeile ;-)

Nicht zu unterschätzen ist das Vorbild des Kirchenvaters Hieronymus, wenn es darum geht, anderen gegen's Schienbein zu treten und trotzdem heilig zu werden. Heute kamen mir die folgenden Zitate unter die Augen:
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1. Sankt Hieronymus über den hl. Ambrosius:
Eine häßliche Krähe, die sich mit fremden Federn schmückt.
2. Sankt Hieronymus über seine Heimat Stridon im Allgemeinen und den dortigen Priester Lupicinus im Besonderen:
In meiner Vaterstadt, der Heimat bäurischer Rohheit, ist der Bauch Gott, es wird in den Tag hineingelebt, und der gilt als der Heiligste, der am reichsten ist. Zu einer solchen Schüssel kam dann noch (...) der passende Deckel, nämlich der Priester Lupicinus, oder es traf das andere Sprichtwort zu (...): für ein Eselsmaul sind Disteln der passende Salat. So regiert natürlich ein unkundiger Steuermann ein durchlöchertes Schiff, führt ein Blinder Blinde in die Grube und paßt der Führer zu den Geführten.
Zitate aus: Joseph Barbel: Geschichte der frühchristlichen griechischen und lateinischen Literatur. Band 2. Aschaffenburg 1969. S. 7 / 22 f.

1 Kommentar:

einfachentfachend hat gesagt…

Danke!

Ach, schöne Zeiten, wo man als Katholik noch gut katholisch reden durfte ;-)

Bin im Übrigen sicher, daß er das richtig einschätzte. Und wenn auch nicht...