Sonntag, 21. April 2013

Firmung mit Bischof Vitus Huonder

Einen Festtag für die Ekklesia sah gestern die Herz-Jesu-Kirche in Zürich-Oerlikon: Bischof Vitus Huonder von Chur firmte in der von P. Martin Ramm FSSP betreuten Personalpfarrei  Hl. Maximilian Kolbe (hier) rund 30 junge Christen und nahm den Übertritt zweier junger Frauen in die Gemeinschaft der Kirche entgegen.
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In einer kurzen Ansprache vor der Firmung erinnerte Bischof Huonder an den 1618 in den Wirren der Konfessionalisierung zu Tode gefolterten Erzpriester Nicolò Rusca, an dessen Seligsprechung in Sondrino er am heutigen Sonntag teilnehmen wird. Dieses Martyrium war übrigens mit ein Grund für eine häßliche Gegenaktion - zwei Jahre danach wurden im Rahmen des sog. "Veltliner Mords" 600 reformierte Christen massakriert. Möge der selige Nicolò Rusca uns also nicht nur Beispiel sein durch sein Zeugnis im Glauben, sondern auch ein Fürsprecher für die Einheit des Leibes Christi.
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Kleine Notiz am Rande: Bisher hatte ich vor Bischof Vitus Huonder, der es als Hirte in seinem Schweizerischen Bistum nicht immer einfach hat, vor allem eines: großen Respekt. Heute habe ich ihn zum ersten Mal persönlich erlebt und als einen den Menschen sehr zugewandten Zeitgenossen wahrgenommen, nicht zuletzt später beim Apéro mit der Gemeinde. Ich denke, er ist heute mein "Lieblingsbischof" geworden ...
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Während der Heiligen Liturgie hatte ich den Bischof freilich fast nur im Rückspiegel, da sich in meinem Blickfeld ein beinahe bemerkenswerter Kontrapunkt zur ansonsten etwas radikal purifizierten Neogotik des Kirchengebäudes breitmachte (die Horizontaltrompeten waren in den höheren Lagen leider ziemlich verstimmt).
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Kommentare:

Simplicius hat gesagt…

Purifizierte Neogotik? Das ist ja auch mal ein schöner Ausdruck... :)

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Nun ja, ganz konnte man dem Gebäude die Neogotik nicht austreiben - wobei ein Großteil der originären Ausstattung bereits in den 1950er-Jahren ersetzt wurde.

Severus hat gesagt…

Volxaltar zum Hochaltar umfunktioniert? Recht so!