Sonntag, 28. April 2013

Die falsche Geschichte vom Putto "Kevin"

Blutunterlaufene Wange und Aussatz als
Folge: er kleine Putto Marvin wurde
Opfer einer bösen Rufmordkampagne.
(angel press, 28.04.13, 22:13). Er spielte in kindlicher Freude vor dem Herrn, doch dann wurde er unversehens ein Opfer der Medien: Das ist die Geschichte des Puttos Marvin. 
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"Diese infamen Unterstellungen haben mich beinahe zerstört", klagt der kleine Putto, dem das Schicksal der vergangenen Wochen geradezu ins Gesicht geschrieben ist. Eine Wange blutunterlaufen, dazu Aussatz an der anderen Backe und am Flügelansatz: "Eindeutig psychosomatisch bedingt", so die Diagnose von Dr. Cosmas, bei dem Marvin seit Anfang des Monats in Behandlung ist. Dessen ärztlicher Kollege Damian pflichtet bei, muß aber einräumen, daß die bisherige Behandlung nicht den gewünschten Erfolg zeitigt. "Wir werden Marvin nun an unsere Kollegin Dr. Hildegard überweisen", so Dr. Damian, "vielleicht findet sie die tieferen Ursachen, um der seelischen Verwundung des kleinen Putto Herr zu werden".
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Angefangen hatte alles mit einem Beitrag unter dem Titel "The Tragicall History of Late Kevin Putto" (hier) - nach Recherchen von angel press beruht der Artikel fast vollständig auf Fehlinformationen und Unterstellungen. Marvin wußte jedenfalls nicht mehr, wie ihm geschah: "Plötzlich hielten mich selbst Freunde für diesen Kevin und schnitten mich, es muß irgendwas mit dieser Attacke einiger bekloppter Emanzen auf diese russische Kathedrale zu tun haben". Marvin - ein Sündenbock? 
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In der Tat könne es vorkommen, daß ein Vorgang von solcher Unsäglichkeit auf einen Unschuldigen projiziert wird, um den Schock angesichts solcher ungeheuerlicher Vorkommnisse zu verarbeiten, versucht Dr. Damian den Hintergrund zu beleuchten: "Dann reichen oft schon vermeintlich kleine Indizien, ein ähnlicher Name oder eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Phantombild, um einen bis dato völlig unbescholtenen und unauffälligen Putto zum mutmaßlichen Täter zu stempeln" - mit allen fatalen Folgen. "Und", so der Mediziner weiter, "stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie morgens auf einem Altarsims sehr unsanft geweckt werden und vor Ihnen steht ein SEK des Centrum Investigandum Angelorum (CIA) und setzt Sie, jegliches himmlisches Bürgerrecht ignorierend, gefangen, fast so wie damals die Mitverschwörer Luzifers. Da sehen Sie schon ihren persönlichen Engelssturz vor sich. Das sind alles hoch traumatische Erfahrungen!". 
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Marvin ist bis heute verstört und ratlos: "Warum hat es mich getroffen?" Mit dem Urheber jenes reißerischen Beitrages würde er sich vielleicht einmal unterhalten wollen, "doch noch habe ich nicht die Kraft dazu, das auch noch durchzustehen. Der Typ, der diese anonymen Behauptungen auf seinem Blog publiziert hat, hätte beinahe mein Leben zerstört". Derzeit erholt sich Marvin in der Thurner-Kapelle im Schwarzwald. In der Apotheose des hl. Wolfgang war eine passende Wolke an der Kirchendecke frei - die Strahlen des Heiligen bekommen dem kleinen Putto; immerhin etwas.

1 Kommentar:

Lebenszerstörer hat gesagt…

...ist übrigens registriert, und sobald mir die Protokolle der CIA vorliegen, werde ich diese infame Falschmeldung richtigstellen....

!!!