Donnerstag, 7. März 2013

Am Fest des hl. Thomas von Aquin

Der hl. Thomas von Aquin
Pfarrkirche St. Nikolaus, Elzach
Das sakramentliche Mal ist eine Teilhabe der Gläubigen am Priestertum Christi, so daß, wie Christus die Vollgewalt des geistlichen Priestertums besitzt, seine Gläubigen ihm ähnlich werden darin, daß auch sie in irgendeiner Weise an der geistlichen Gewalt teilhaben, im Hinblick auf die Sakramente und auf das, was zum kultischen Gottesdienst gehört. 
(Thomas von Aquin, S.Th. III, 63, 5).
Zu den Impulsen des Zweiten Vatikanischen Konzils, die ich wirklich schätze, zählt die Würdigung des allgemeinen Priestertums der Gläubigen, welches zuvor durch die deutliche Absetzung des Klerikers vom Laien kaum gewürdigt wurde - "das Erwachen der Kirche in den Seelen" (Romano Guardini) und ein vertiefter Vollzug der Liturgie schärften auch hier das Bewußtsein.
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Es versteht sich von selbst, daß dies nicht in einem Atemzug genannt werden kann mit dem Zerstörungswerk an der Heilsökonomie, welches sog. "Reformer" im Namen eines obskuren "Konzilsgeistes" zwischenzeitlich begonnen haben und das letztlich auf die Auflösung der sakramentalen Gestalt der Kirche zielt. Benedikt XVI. hat - bereits als Theologe in der Zeit des Konzils - den Rahmen des allgemeinen Priesterums der Gläubigen nach seinen Möglichkeiten und Grenzen hin umrissen: nicht als "Konkurrenz zum liturgischen Auftrag des Presbyters, sondern" als "Ausweitung des christlichen Kults in den Raum der Welt und der Menschheit hinein, für die die Gesamtheit der Christen priesterlichen Dienst zu tun berufen ist" (Der Glaube der Kirche. Ein theologisches Lesebuch aus Texten Joseph Ratzingers. Bonn 2011. S. 14).

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