Montag, 18. März 2013

Der Elefant des Papstes

Was könnte man - mit einem leichten Seitenblick auf den morgigen Tag - einem Papst eigentlich schenken? 
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Leo X., der am 19. März 1513 und damit auf den Tag genau 500 Jahre früher als Papst Franziskus in sein Amt eingeführt wurde, bekam am ersten Jahrestag seiner Krönung vom portugiesischen König Manuel I. einen Elefanten geschenkt, den er Hanno nannte. 
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Hanno waren leider nur wenige Jahre in der päpstlichen Menagerie beschieden ... Womit ein Renaissance-Papst seinen Lieblings-Elefanten gefüttert haben könnte, möchte ich besser nicht wissen. Angelegentlich einer Verstopfung mischten die Ärzte ihm jedenfalls gehörig Gold ins Fressen, um den Dickhäuter wieder flott zu machen. Der Schuss ging nach hinten los. Ein Rhinozeros, das Manuel dem Elefanten hinterher schickte, war schon tot, ehe es in Rom ankam. Wahrscheinlich ahnte es was ...
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Papst Franziskus seinerseits dürfte, so wie ich ihn einschätze, die Sache mit dem Gold gewiß nicht passend finden, und könnte sich in diesem Punkt ausnahmsweise der Zustimmung wirklich aller Seiten gewiß sein - im Interesse der Elefanten jedenfalls. Mehr zu des armen Hannos beklagenswertem Schicksal findet sich übrigens hier.
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Nutzanwendung: Elefanten sind keine passenden Geschenke für Päpste. Wir könnten Papst Franziskus allerdings eine dicke Haut wünschen und anstelle eines Rhinozeros ein paar Gebete hinterher schicken ...

Kommentare:

Geistbraus hat gesagt…

danke für diese Aufklärung! Dann werd ich meinen Elefanten gleich wieder abbestellen!

ed hat gesagt…

Hahahaha, grandios...