Freitag, 8. März 2013

Arbeit für oder gegen die Kirche?

Wer im Rahmen der Kirche - besonders im Rahmen der Verkündigung des Glaubens - arbeitet, braucht keine langen Aufsätze schreiben, warum sie oder er es tut, trotz und obwohl und überhaupt ... Es reicht völlig aus, das depositum fidei im objektiven (fides quæ crediturwie im subjektiven Sinn (fides qua creditur) anzuerkennen und im jeweiligen Tätigkeitsrahmen angemessen zu verkündigen.
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Einen prägnanten - und noch immer aktuellen (!) - Überblick über das depositum fidei bietet seit über 60 Jahren der Grundriß der katholischen Dogmatik von Ludwig Ott. Wer sich damit beschäftigt und zum Ergebnis kommt, daß diese Inhalte nicht vertretbar seien, die oder den bitte ich, zumindest von einer Arbeit in Verkündigung und Katechese abzusehen. 
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Eine Verkündigung gegen das depositum fidei ist ebenso unehrlich, wie eine Verkündigung gegen weitgehend konträre Entscheidungen des eigenen Gewissens ungesund ist. Beides sollte man erwägen, ehe man den Dienst in der Verkündigung anstrebt. Reibungsflächen bei einzelnen sekundären Fragen können ebenso vorkommen, wie es auch zutrifft, daß kirchliche Lehrentscheidungen keineswegs alle den gleichen Verpflichtungsgrad haben.
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Wie nicht jede Lehrentscheidungen verpflichtend übernommen werden muß, so gibt es auch Lehrentscheidungen, die abzulehnen einer Kündigung der Gemeinschaft des Glaubens gleichkommt. Wer zum Beispiel ein Dogma wissentlich und hartnäckig leugnet oder so interpretiert, bis dies einer Leugnung gleich komme, sollte sich nicht beschweren, wenn das Prädikat "katholisch" abzusprechen ist.
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Ein Theologiestudium ersetzt in keinem Fall den Glauben. Der Kyrios hat das Pneuma, welches in alle Wahrheit einführen wird (Joh 16, 13), der Ekklesia verheißen - weder aber den deutschen theologischen Fakultäten noch irgendwelchen Reformer-Kaffeekränzchen. Wer mit Glaubenssätzen ringt oder glaubt, sie durch Umdeutungen dem Heute anpassen zu müssen, sehe sich ermuntert, der Weisung der Ekklesia zu vertrauen.

Kommentare:

einfachentfachend hat gesagt…

Danke. Amen!

einfachentfachend hat gesagt…

Hier noch bei mir ein kleiner Beitrag dazu:

http://einfachentfachend.wordpress.com/2013/03/09/theologie-nein-danke-ja-bitte/