Montag, 18. Februar 2013

¶ Sententiæ XXIII

Darauf beruht ja die härteste Unmöglichkeit menschlicher Verständigung, daß den Glauben nur versteht, wer glaubt - daß wir erst glauben lernen, wenn wir beten, und doch nur beten können, wenn wir glauben. Christus hat nicht geschrieben und nicht zu schreiben befohlen. Er hat nicht "gedacht". Er hat gelebt; er ist lebendes Wort. Und auch heute redet das Buch (Schneider meint die Heilige Schrift) nur, weil er lebt und weil wir im Lichte des über die Welt gesandten Geistes das Licht sehn.
¶ Reinhold Schneider: Verhüllter Tag. Köln und Olten (4) 1956. S. 131. - das Zitat schließt unmittelbar an die Passage hier an.

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