Mittwoch, 9. Januar 2013

O tönet fort - das Lieblingsthema der Medien ist zurück!

Gewöhnlich achtet man im Radio, wo die stündlichen Nachrichtensendungen zwischen 5 und 7 Minuten dauern, ziemlich darauf, Meldungen prägnant und konzis zu formulieren und dabei Informationsredundanzen zu vermeiden. Allerdings war eine Meldung heute in der Früh DRadio Kultur offenbar wichtig genug, um die Schröcklichkeit ihrer Provenienz sowohl in der Anmoderation als auch am Ende der eigentlichen Meldung mit den so ziemlich gleichen Informationen auszumalen. 
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Ohne daß man es direkt sagt, wird so unterschwellig vermittelt, daß es sich nicht nur um eine sehr schwerwiegende und wahrhaft erschütternde Sache handelt, sondern daß die Angelegenheit auch einer Art Flächenbrand gleichkäme, der da in den Mauern der Kirche gewütet habe und der nun - hol's der Pfeiffer! - unter die finstre Decke gezogen werden soll ... alles in allem frei nach Goethe geknittelt der Redaktionen Jubelsang:
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"O tönet fort, ihr süßen Skandalieder,
der Busen schwillt, den "Mißbrauch" ham'wa wieder!"

1 Kommentar:

MC hat gesagt…

Ja Hurra. Die armen Leute in den Medienstuben haben mir schon leidgetan. Die ganze Zeit keinen gescheiten kirchlichen Skandal. Das geht doch nicht. Jetzt haben sie endlich wieder ein Thema, das sie für die nächsten zwei Monate durcharbeiten können.