Donnerstag, 17. Januar 2013

Der hl. Antonius und die Wüste

Der hl. Eremit Antonius
Kirche St. Sebastian, Obersimonswald
Gedenke des ganzen Wegs, den dich der Herr, dein Gott, seit vierzig Jahren in der Steppe geführt hat, dich zu demütigen und zu prüfen, um zu erfahren, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten wirst oder nicht! 
Er beugte dich, ließ dich hungern, aber dann speiste er dich mit Manna, das dir und deinen Vätern unbekannt war, um dich so zu lehren, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebe, sondern daß der Mensch von allem lebt, was durch des Herrn Mund entsteht. 
Dein Kleid zerfiel nicht an dir, und dein Fuß schwoll nicht, diese vierzig Jahre. So erkenne in deinem Herzen, daß dich der Herr, dein Gott, so erzieht, wie jemand seinen Sohn erzieht! (Dt 8, 2-5).
Die Wüste - Durchgangsstation, Ort von Erprobung und Versuchungen, Raum der Gefährdung, des Gebetes und der Gnade: all dem hat sich der hl. Antonius ausgesetzt, in die Wüste geführt - wie vor ihm Christus (vgl. Mt 4, 1) - durch das Pneuma. Die Wüste hat viele Gesichter, von der Unwirtlichkeit der Hitze bis zur schier unendlichen Verheißung der Sterne, die über ihr in der Nacht leuchten. Die Fürsprache des heiligen Wüstenvaters mag uns begleiten, wenn auch wir durch Wüsten, Welten und Gestalten wandern: Durch jene um uns herum und durch jene in uns.

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