Sonntag, 6. Januar 2013

Ankunft und Aufbruch - zum Hochfest Epiphanie

Die Anbetung der Weisen
Detail eines Altarflüges von Joseph Dettlinger - am
Marienaltar des Münsters St. Jakobus zu Neustadt im Schwarzwald
Die Weisen aus dem Osten sind ein Anfang. Sie stehen für den Aufbruch der Menschheit auf Christus hin. Sie eröffnen eine Prozession, die durch die ganze Geschichte hindurchzieht. Sie stehen nicht nur für die Menschen, die zu Christus gefunden haben. Sie stehen für die innere Erwartung des menschlichen Geistes, für die Bewegung der Religionen und der menschlichen Vernunft auf Christus zu (Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth. Band 1. S. 105 f.).
Christus mansiones benedicat vestras!

Kommentare:

Wolfram hat gesagt…

Zum Bild wollte ich anmerken: Joseph Dettlinger hat offenbar die Schrift genauer gelesen als manch anderer, denn die Weisen kommen in ein festes Haus, wie Matthäus es beschreibt (und nicht in einen Stall, den nur Lukas kennt).

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Allerdings ist die Hütte etwas bruchbudig, aber immerhin mit "klassischem" Goldbrokatausblick ...

Dettlinger hat häufig nach originalen Vorlagen (Riemenschneider etc.) gearbeitet, und das, wie ich finde, auf sehr hohem Niveau. Für den Hochaltar meiner Pfarrkirche schuf er eine 1:1-Kopie der Wechselburger Kreuzigungsgruppe, die man nach dem Konzil rauswarf und vor einigen Jahren - leider recht modifiziert - wieder rückführte.