Dienstag, 25. Dezember 2012

Feiern wir unseren Ursprung!

Das Wunder der heiligen Nacht
Deckenbild in der Kirche St. Remigius, Merdingen
Das heutige Fest erneuert in uns den Beginn der Geburt Jesu aus der Jungfrau, und während wir die Geburt unseres Heilandes anbeten, finden wir, daß wir damit unseren Ursprung feiern.
Denn die Geburt Christi ist der Ursprung des christlichen Volkes; der Geburtstag des Hauptes ist auch der Geburtstag des Leibes.
Mögen auch die einzelnen Berufungen ihre Ordnung haben, mögen die Söhne der Ekklesia ihrer zeitlichen Folge nach unterschieden sein - diese ganze Summe der Gläubigen, geboren im Taufquell: wie sie mit Christus in der Passion gekreuzigt, in der Auferstehung wiedererweckt, in der Himmelfahrt zur Rechten des Vaters niedergesetzt wurden, so sind sie mit ihm in dieser Geburt mitgezeugt.
Wer immer unter den Menschen irgendwo in der Welt als Gläubiger in Christus wiedergeboren wird, bei dem wird die Verbindung zu dem ererbten Moder durchschnitten, und durch die Wiedergeburt geht er hinüber in den neuen Menschen. Er gehört nicht mehr zu dem Geschlecht des fleischlichen Vaters, sondern zu dem Geschlecht des Heilandes, der deshalb Sohn des Menschen geworden ist, damit wir Söhne Gottes sein könnten.
Auszug aus der sechsten Weihnachtspredigt des hl. Leo des Großen, entnommen aus: Odo Casel OSB: Mysterium des Kommenden. Paderborn o.J. [1952]. S. 157.

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