Sonntag, 23. Dezember 2012

Abendrot, Zeichen und Bliny

Blick von der Stadtbahnbrücke,
Freiburg, vierter Advent, früher Abend
Abendröte des Heils ... gibt es sowas wohl auch? Ich habe mal Google gefragt und fand nach einigem Drehen und Wenden folgenden Text:
Es erscheinen die Pharisäer und Sadduzäer, übermütig durch das Vertrauen auf das Gesetz; und verachtend die Wunderwerke des Glaubens, verlangen sie, daß ihnen ein Zeichen am Himmel gezeigt werden sollte. Sie betrachten an Christo nur die Niedrigkeit des Fleisches und des Körpers, und weigern sich, aus dem, was er in der Gestalt eines Menschen tat, eine Lehre anzunehmen. 
Über ihren Übermut und ihre Torheit spottend antwortete er nun, daß sie aus der Beschaffenheit des Himmels viele Schlüsse zu ziehen pflegten, indem sie aus dem Morgenrot oder dem Abendrot schönes oder regnerisches Wetter voraussagten, daß sie hingegen die Zeichen der Zeit nicht verständen, da doch das Gesetz und die Propheten die Zeichen seiner Ankunft aus der Bewunderungswürdigkeit der Werke, welche er vollbrachte, deutlich zu verstehen gäben, so daß, wie die Röte des Himmels am Morgen oder am Abend den Glauben an die Beschaffenheit der bevorstehenden Witterung begründete, eben so die Zeichen der Wunder und Werke eine deutliche Kenntnis der Zeiten gewähren müßten (St. Hilarius von Poitiers, Kommentar zum Matthäusevangelium 16, 1).
Wandern wir also vom Buch der Natur zum Buch des Glaubens!
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NB Ich war bislang die meiste Zeit - mit einigen Umwegen - unterwegs. Zuhause angekommen, stellte ich vorher fest, daß ich zwar für Weihnachten eingekauft hatte, aber nichts für heute. Kurz darauf klingelten meine ukrainischen Nachbarn und brachten mir Bliny! Über die werde ich mich jetzt hermachen: Aller Augen warten auf dich, Herre, und du gebest ihnen ihre Speise zur rechten Zeit ...

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