Dienstag, 27. November 2012

Unterwegs ... zu Unserer Lieben Frau auf dem Giersberg

Ein wundersamer Gesang rührte, so erzählt die Legende, um das Jahr 1700 einem Hirtenjungen, der am Brigittenwald bei Kirchenzarten Vieh hütete, das Ohr. Er trommelte einige Freunde zusammen; sie gingen der Stimme nach, als man plötzlich im Stamm einer Föhre ein kleines Marienbild fand und eine Stimme den Forschenden auftrug, man solle der Gottesmutter hier ein Heiligtum errichten. 
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Das Volk aus und um Kirchzarten nahm diese Weisung eifrig auf und man errichtete - übrigens gegen den Widerstand des Pfarrers - eine erste hölzerne Kapelle. Ein Einsiedel zog hinzu, die Pilgergänge gewannen rasch an Fahrt, so daß man 1737/38 jene Kapelle aus Stein mit einem Bruderhaus daneben errichtete, die heute noch auf dem Giersberg zu sehen ist. Um das kleine Gnadenbild herum schuf der St. Märgener Barockbildhauer Matthias Faller einen schönen Altar, was spätere Generationen freilich nicht daran hinderte, die Komposition auseinander zu sägen, um die Messe ad occidentem feiern zu können. Aber immerhin: Die Kirchzartener verteidigten Kapelle und Gnadenbild gegen zeitweiliges Streben sich aufgeklärt wähnender Obrigkeit, die Wallfahrt und alles, was dazugehört, platt zu machen. Meine kleine getarnte Wallfahrt startete am Samstag beim Bahnhof von Kirchzarten und führte über den Stationenweg zu diesem marianischen Heiligtum über dem Dreisamtal.
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Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Und ich dachte immer der Giersberg ist einer der sieben Hügeln auf denen Siegen errichtet ist.....

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Eine Stadt auf sieben Hügeln ... mhhh, wo habe ich das nur schon mal gehört ...?!?