Donnerstag, 1. November 2012

Epiphanie von Pfingsten - Allerheiligen

Apotheose des hl. Fridolin
Fresko von Franz Joseph Spiegler, Fridolinsmünster Bad Säckingen
Über den Heiligen Geist, den wir im Credo als den bekennen, "der lebendig macht", schreibt Basilius der Große in seiner 13. Predigt über den Glauben, er wirke ...
... in den Propheten, macht die Gesetzgeber weise, weiht die Priester, verleiht den Königen Kraft, führt die Guten zur Vollkommenheit, verleiht den enthaltsam Lebenden Würde, wirkt die Gabe des Heilens, macht Tote lebendig, befreit die Gefesselten, macht die zu Kindern Gottes, die ihm fern standen. Das alles bewirkt er durch sein himmlisches Schaffen.
Wenn vom Festtag aller Heiligen die Rede ist, so sollte auch ihm, dem oftmals "vergessenen Gott", ein Wort gelten. An einer anderen Stelle komprimiert Basilius die Bedeutung des Heiligen Geistes auf die knappe Formel, er sei "der Ort der Heiligen". 
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Alle Heiligung geschieht durch den Geist, zumeist im Verborgenen und soweit wir dem Geist Raum geben, durch die Gnade in uns zu wirken: Taufe und Firmung legen hierbei die Grundsteine - Wiedergeburt aus Wasser und Geist (vgl. Joh 3, 5). Wenn wir den Blick zu den Heiligen heben und sie um ihre Fürsprache bitten, dann mögen wir auch daran denken, daß wir noch im Spannungsfeld zwischen Geist und Welt leben und der Geist das Werk der Heiligung auch an uns vollenden möchte.
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Diese Vollendung bei einer großen Schar der Erlösten feiern wir heute: Gott, der Heilige, offenbart sich uns in den Heiligen, macht offenbar das Wirken seines Geistes in den Menschen. Allerheiligen ist, wie es hin und wieder zu hören ist, tatsächlich die Epiphanie von Pfingsten.

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