Dienstag, 30. Oktober 2012

Wir feiern das Konzil 1: Früher wars auch nicht besser

Und was die Bischöfe betrifft (...), so konnte immerhin ein durchaus respektabler Löwener Dominikaner-Prior, übrigens vielleicht ein Mitschüler des heiligen Thomas aus der Kölner Studienzeit bei Albertus Magnus, folgendes schreiben: Im Jahre 1248 sei es in Paris geschehen, daß ein Kleriker vor einer Synode von Bischöfen habe predigen sollen; und während er nach einem passenden Stoff gesucht habe, sei ihm der Teufel erschienen: "Sage ihnen einzig dies: Die Fürsten der höllischen Finsternis entbieten den Fürsten der Kirche ihren Gruß. Wir sprechen ihnen freudig unseren Dank dafür aus, daß sie uns ihre Schutzbefohlenen zuführen und daß durch ihre Nachlässigkeit fast die ganze Welt der Finsternis anheimfällt" ...
Josef Pieper: Hinführung zu Thomas von Aquin. Zwölf Vorlesungen. München 1958. S. 15 f.

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Früher waren wir jung. Ich denk schon, das es besser war.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Zu meinen ersten "politischen" Erinnerung zählt ein repräsentatives, aber besetztes Gründerzeit-Geschäftshaus mit der damals in diesem Kontext vorherrschenden "Dekoration". Das war so Ende der 1970er-Jahre, der Bus hat mich fast täglich dran vorbeigekarrt. Ich war jung, aber besser wars schon damals nicht ... ;-)

Alexander hat gesagt…

Oha! Das klingt nach freudloser Jugend.

Wodka, Blauhemd, Weltrevolution, Lagerfeuer. Gitarre, Balalaika, Weiber. Elbe, Jenissei, Ob. Berlin, Moskau, Warschau, Budapest, Prag. Sternenhimmel, Bärenjagd und jede Menge Orgasmen.

Mensch, was haben wir unter der Last gelitten.

Ich bin in einer Diktatur aufgewachsen, du hingegen in demokratischer Freiheit. Man kann nicht alles haben. ;)

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Auf die Weltrevolution hätte ich auf jeden Fall verzichtet. An der wurde ich - wie gesagt - vorbeigekarrt, das langte dann schon.

Alexander hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Alexander hat gesagt…

Den letzten Kommentar kannst Du löschen. Der ist Deinem katholischen Schluderjan geschuldet.

Auf die Weltrevolution verzichten? Du hast keine Ahnung: Die Weltrevolution war immer weiblich und hatte sehr verschiedene Mädchennamen. Z.B.: Olga, Jaamal, Aiko oder Chhaya. Ich habe alle fünf Kontinente kennengelernt, ohne einmal die Mauer übersteigen zu müssen. Freiheit ist ein sehr relativer Begriff.