Sonntag, 14. Oktober 2012

Weihrauch ...

Unser Gebet ist oft unzulänglich. Die Gedanken schweifen häufig ab, wir ehren Gott mit den Lippen, aber das Herz ist fern. Während heute der Introitus gesungen wurde und der Priester, das Rauchfaß in der Hand, den Altar nach seinen Seiten abschritt, dachte ich bei mir, das wir all die Unzulänglichkeit unseres Betens in dieses Opfer hineinlegen dürfen, sie Gott anbieten können wie die verharzten Klumpen, welche in läuternder Glut - im Geist der Demut und mit reumütigem Herzen - ihren Wohlgeruch entfalten: "Laß mein Gebet wie Weihrauch vor dich kommen und meine Andacht gleich dem Abendopfer" (Ps 140, 2) ...

Kommentare:

Freiburgbärin hat gesagt…

Volle Zustimmung – unter gewöhnlichen Bedingungen.
Gestern kämpfte ich allerdings während des Hochamts (Nachprimiz) den fast aussichtslosen Kampf gegen den Husten. Meine erkältungslädierten oberen Luftwege wollten partout ihr Eigenleben pflegen und durch rhythmisch bellende Geräusche jedwede Andacht verhindern.
Ich habe zwar gewonnen und wenig gehustet … Aber Andacht?

Braut des Lammes hat gesagt…

Das hast du sehr schön ausgedrückt.