Freitag, 12. Oktober 2012

Verpixelte Aussichten - sinnreiche Sätze

Einen mit "transparenter" Werbung verkleisterten Nahverkehr finde ich wenig prickelnd. Wer mag schon verpixelte Aussichten? Jüngst, während einer Fahrt durch den Schwarzwald, faltete ich im Geiste bereits den Protestbrief an ein Unternehmen, welches eine ganze Busflanke mit den Segnungen seines Produktes verpappt hatte. Nachdem ich mir tags darauf aber nicht mehr sicher war, wer da überhaupt wofür nochmal geworben hatte, beließ ich es dabei. Bitter vielleicht für das PR-Konzept, aber ich saß ja überwiegend im Bus und sah die Werbebotschaft in etwa so deutlich wie die Landschaft; und überdies verschicken in der Regel ohnehin nur Querulanten mit zuviel Freizeit solche Briefe.
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Heute stach mir diese Straßenbahn samt sinnreichem Satz einer Fitnesskette ins Auge. Zu Ende denken sollte man das vielleicht besser nicht ... 

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Die vielen Graffiti auf Bahnen (einige davon sehr viel schöner als die gezeigte Reklame) werden von Leuten gemacht, denen von Kind auf demonstriert wird: Jede freie Fläche muß zugekleistert werden. Mit Hinweisen, Schildern, Werbung, Werbung, Werbung.
Wer will es den Leuten verdenken, wenn sie sich daran ein Beispiel nehmen?

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Ich bin mir zwar nicht sicher, ob Graffitis in so direktem Zusammenhang mit dem Zukleistern der Landschaft stehen, aber beides scheint mir auch daher zu rühren, die große Leere zu vertreiben, oder genauer: zu übertünchen, derer die Menschen vielleicht doch öfter gewahr werden, als ihnen recht sein mag.

Freiburgbärin hat gesagt…

Es stimmt aber. Es fällt mir sehr schwer, Kunstdrucke zu erstellen, die ein Format von z.B. Din A3+ haben und als Motiv ist ein kleines 10 cm x 10 cm Foto in der Mitte. Das kommt mir wie Papierverschwendung vor, hat aber durchaus seinen Reiz.