Sonntag, 21. Oktober 2012

St. Wendelin - nicht nur fürs liebe Vieh ...

St. Wendelin - Ottilienkapelle,
Feldkirch im Breisgau
Der Eintrag kommt einen Tag zu spät, aber einen kurzen Gedanken zum hl. Wendelin, dessen Fest gestern gefeiert wurde, möchte ich jetzt nicht ein Jahr lang auf Eis legen. 
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Wie viele andere "lokale" Heilige begegnet uns Wendelin im Kontext der iroschottischen Mission. Eine Wallfahrt führte den jungen Mann zu den Heiligtümern von Trier - auf der Heimkehr aber änderte er seine Lebensplanung radikal: 
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Als er, so weiß die Legende zu berichten, an das Tor eines Gehöftes klopfte und um einige Bissen Brot bat, herrschte ihn der Hausvater an, ein kräftiger Mann wie er, Wendelin, solle nicht um Brot betteln, sondern dafür arbeiten. Fortan verdingte sich Wendelin als Hirte und wurde im wahrsten Sinn des Wortes als Beter und Arbeiter heilig - in einem Beruf, der seinem Herkommen und seiner Ausbildung auf den ersten Blick wenig entsprochen haben dürfte, in dem er aber Gottes Ruf an ihn erkannte.
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Vielleicht ist Wendelin ja nicht nur ein Fürsprech für das liebe Vieh und dessen Hüter, als der er in ländlichen Regionen, so auch in hiesiger Gegend, gerne verehrt wird - vielleicht kann er uns auch in jenen Augenblicken durch sein Beispiel mit dem Alltag versöhnen, wo wir uns unterfordert oder ignoriert achten und darob grämlich werden mögen?

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