Samstag, 27. Oktober 2012

Junggesellige Abendverpflegung

Nachdem die "Toskana Deutschlands" unter dem ersten Schnee verschwindet und mir der Metzger noch zwei Schweineschwänzchen obendrauf gepackt hat, läute ich das Christkönigsfest mit einem Eintopf ein. Das Rezept ist einfach: Fleischwurst würfeln, Dose öffnen, Doseninhalt samt Fleischwurst in einen Topf werfen und eine Weile rumköcheln lassen. Bei den Ringeldingern bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich - zumindest eines davon - auch einfach in den Topf schmeißen oder zuerst das Fleisch abschaben soll? Ersteres scheint rustikaler, zweiteres zweckmäßiger. Hat wer einen Tipp auf Lager?
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Kommentare:

Freiburgbärin hat gesagt…

:) :) :)
Nimm die rustikale Variante, hast dann ein wenig Knochen ausgekocht.

Alexander hat gesagt…

So was kann man essen? Die Wehrmachtsverpflegung war um einiges besser, hat sich doch mein Großvater seine Zähne noch mit roten Krimsekt geputzt.

Nein wirklich. Ein Gourmet bist Du selbst nach ostdeutschen Maßstäben nicht. In der DDR haben wir um ein vielfaches besser gekocht.

Eugenie Roth hat gesagt…

(-; Wer keine Dosen mag, kann sich auch eine Tüge Linsen kaufen und diese dann mit der angegebenen Menge Wasser und im Beitrag angegebenen Zutaten anreichern.

Zu Ringelschwänzen habe ich leider keinen Tip.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Eugenie und Alexander ...

Ich ahnte schon, daß die Gut-und-Günstig-Dose Widerspruch wecken würde; aber keine Sorge, ich ernähre mich nicht ausschließlich von sowas.
:-)

Wenn die Versorgungslage halbwegs gut war und der Küchenbulle halbwegs talentiert, dann mag die Verpflegung bei der Wehrmacht womöglich wirklich besser gewesen sein.

Allzu viel Verwertbares ist an den Ringelschwänzchen übrigens nicht dran; scheint mir doch eher was zum dran Rumnagen zu sein.

Alexander hat gesagt…

Herr hülf: Ein katholischer Kamerad und Junggeselle braucht Unterricht im katholischen kochen.

Admiral hat gesagt…

Schweineschwänze hab ich noch nie in der Küche gehabt. Gib mal 'nen Erfahrungsbericht.

Eugenie Roth hat gesagt…

Nein, gegen Dosen habe ich nichts, in denen ist vermutlich sogar noch mehr Natur als in den Tüten. Aber die sind mangels Flüssigkeit leichter heimzutragen und aufzubewahren (((-;

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Admiral, also viel dran ist nicht, wahrscheinlich wirft man die am besten doch ins heiße Wasser und nagt dann dran rum, so als "Schmanckerl". Womöglich könnte man die Dinger auch mit anderen Sachen zu einer Suppe verkochen, ähnlich wie Beinscheiben vom Rind.

Alexander, bei Lust und Laune koche ich auch schon mal Rezepte aus Uromas ererbten und zerfledderten Kochbuch (vor WK I-Edition) nach. Das schmeckt zugegebenermaßen besser als der Doseneintopf.

Eugenie, in der Tat habe ich auch schon Linseneintopf mit richtigen Linsen zusammengebraut (war sogar essbar). Allerdings macht mich immer die Warnung stutzig, man solle die Linsen ohne weitere Beigaben zusetzen. Was würde denn passieren, wenn ich ein paar Möhren oder Kartoffeln gleich mit reinschmeiße? Wie machst Du das?

Eugenie Roth hat gesagt…

@ Pro spe salutis: (((-; Missverständnis: Hatte die Fertigsuppentüten gemeint, die gab's daheim immer.
Linsen (sofern nichts anderes auf der Tüte steht) werden erst einmal über Nacht eingeweicht, sonst müssen sie "ewig und drei Tage" kochen. Dies sicher OHNE weitere Zutaten. Würde je nach Kochzeit die anderen Zutaten eben in der Reihenfolge ihrer Kochzeit zugeben.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Danke für den Tipp! ;-)

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Solche Schweineschwänzchen werden so wie sie sind in Eintöpfen mitgekocht. Für Linsen halte ich sie weniger für brauchbar. Sowas geht eher im Grünkohl.
Wir machen solche Eintöpfe immer selbst und dann auf Vorrat (Tiefkühler). Schmeckt besser und macht Freude bei der Zubereitung.
Bei uns gibt es nach schwäbischer Sitte hausgemachte Spätzle dazu.
Ganz wichtig bei Linsen:
Über Nacht einweichen und ohne Zutaten (auch ohne Salz!!!) garen. Sonst werden die nie weich!

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Danke ... ;-)

Ich denke, am Wochenende gibts wieder Eintopf, diesmal aber nicht aus der Dose.

Freiburgbärin hat gesagt…

Also, Eugenie und Laurentius, ich muss mich doch ein ganz klein wenig wundern. Linsen einlegen ist doch aus dem vorletzten Jahrtausend.
Die Frau von Welt benutzt selbstverständlich einen Schnellkochtopf. Kein einweichen, selbstverständlich auch kein salzen.
10 Min Schnellkochtopf sind Linsen mit Biss, 20 Min gibt einen schönen Linsenmatsch mit einem Hauch Linsenform.
Ich denke aber, dass Andreas als Dosenfutterverzehrer Linsen wohlgeformt aus der Dose vorzieht.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Um eines mal klarzustellen: Eine Dose Linseneintopf macht mich noch lange nicht zum ultimativen Dosenfutterverzehrer. Wer noch nie eine Dose mit Wasauchimmer zum Essen aufgemacht hat, der allein mag eine nach mir werfen!

Und ich habe keinen Schnellkochtopf - Schelte also über Freiburgbärin und nochmals Dank an Eugenie und Laurentius für die Tipps! ;-)