Dienstag, 18. September 2012

Das Kreuz im All

Braut des Lammes hat jüngst ihrer Augenhonig-Robusta wieder alle Ehre widerfahren lassen und ein atemberaubendes Bild gepostet vom Nebel IC 405 im Sternbild Auriga (vergrößert hier). Mir kam dazu einmal mehr ein Sonett von Reinhold Schneider in den Sinn ...
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Das Kreuz im All
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Ob nicht das All der Liebe Ruf empfunden?
Von Raum zu Raum durch nachterfüllte Weiten
Grüßt sich das Licht, und goldne Strahlen gleiten
Von Sternen her, die längst dahingeschwunden.
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Wer mag der Liebe Übermacht erkunden
Und ob nicht Seelen durch die fernsten Zeiten
Sich auf des Sohnes Siegestag bereiten,
Der fort und fort die Hölle überwunden?
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Es ragt das Kreuz aus hochentrückten Reichen
Hinab in Tiefen, die ohn' Ende fallen,
Und Liebe bindet mächtig Stern an Stern.
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Einst wird den Raum durchfliehn ein Feuerzeichen,
Gesang wird jubelnd hin und wider schallen,
Und tausendfältig strahlt der Ruhm des Herrn.
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Reinhold Schneider: Die Sonette von Leben und Zeit, dem Glauben und der Geschichte. Köln und Olten 1954. S. 190.

Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

Oh wie schön, das kannte ich noch gar nicht. Danke!

Alexander hat gesagt…

Wobei es ausdrücklich heißt: Macht Euch die Erde untertan.

Vom Mars, dem Universum und dem ganzen Rest steht da nix.

Also immer hübsch mit den Füßen auf den Boden bleiben, in den Himmel kommt ihr noch früh genug. ;)

Braut des Lammes hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Braut des Lammes hat gesagt…

(Beim vorigen Kommentar ist was verstümmelt worden):

Albertus Magnus findet, daß man die Schöpfung studieren müsse, „um so den Künstler zu preisen, der sie erschaffen hat, weil sich nämlich in der Kunst des Schöpfers seine Art zu schaffen offenbart.“