Donnerstag, 27. September 2012

Anderswo aufgeschnappt: bei Ameleo.

Ameleo von Frech.Fromm.Frau erfreut sich hier am Höhepunkt der Proms und gerne freue ich mich mit. Allerdings möchte ich hinzufügen, daß "so etwas" nicht nur allein dann "dabei herauskommt", "wenn einer sein Leitungshandwerk versteht". Ebenso wichtig scheint mir, daß die also Angeleiteten zu spielen geneigt sind, was in den Noten steht.
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Und nicht, was man aus diesem oder jenem Grunde aus den Noten auch herauszulesen vermeint und gar für den eigentlichen Willen des Komponisten erachtet. Überdies hülfe es wenig, wenn die Flötistin lieber die Stimme des Posaunisten spielen wollte und alle Bratschen streiken, weil sie sich im Vergleich zu den Violinen immer etwas diskriminiert vorkommen.

Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

Sehr fein bemerkt, danke. :)

Anonym hat gesagt…

Aber natürlich würde es der Qualität der Orchesters nicht schaden, wenn man nicht begabten Violinistinnen verwehren würde, die Violine zu spielen, sondern ihnen mitteilen würde, sie müssten bei der Triangel bleiben, weil schon vor 2ooo Jahren ...und das haben wir noch nie...und da könnte doch jeder kommen...

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Hallo Anonym ...

die Triangel gehört im Orchester in den Bereich des Schlagwerks. Und der Schlagwerker (daneben gibt noch den Paukisten) darf eine ganze Menge unterschiedlicher Instrumente "schlagen" und hat einen extrem abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Nicht das schlechteste Herausforderung, will ich meinen.

Und sollte ein Komponist (aus welchem Grund auch immer) bestimmen, der Schlagwerker solle sich über die Violine hermachen, dann ist dagegen nichts zu sagen. Solange es in den Noten steht ...

Frischer Wind hat gesagt…

Sehr bedauerlich für alle Musiker und Zuhörer aber, wenn Flötistinnen und Bratschen (s. o.) auf ihrem Eigenwillen bestehen, garnicht aufhören wollen, ihre "Rechte" auf ein anderes Instrument zu behaupten, ins Publikum schreien und alle Mitmusiker in endlose Dialoge zu verstricken suchen. Und die, die nicht nach Noten spielen wollen... nunja, machen es für's Gehör auch nicht angenehmer.

Wer beachtet da noch die, die wenigstens versuchen, nach Noten zu spielen und den Akzentuierungen des Dirigenten gerecht zu werden?
Wer von den Zuhörern kann das Werk des Komponisten noch erkennen und sich an seiner Schönheit und Harmonie erbauen? Vielleicht hätte jemand Lust bekommen, selbst ein Instrument zu erlernen und im Orchester an solch (eigentlich) wunderbaren Werken mitzuwirken...

Dem Dirigenten und beherzten Musikern bleibt es überlassen, ob sie die Flötistinnen und Bratschen gewähren lassen oder ob man sie nicht besser durch motivierte Musiker ersetzen sollte, die ihr Instrument lieben, die darüber hinaus bereit sind, sich vom Dirigenten inspirieren zu lassen und dazu noch die richtigen Noten spielen wollen - möglichst noch bevor die Zeit um ist und die Zuhörer wieder nach Hause gehen...