Mittwoch, 8. August 2012

Zum Fest des hl. Pfarrers von Ars




































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Die Wahrheit nur wird an die Herzen dringen,
Und wirken wird das Wort nur, das gelebt;
Wenn keine Stimme weisend sich erhebt,
Dann ist die Zeit, dann will ich es vollbringen.
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Ich fühl' der Liebe ewige Kreise schwingen
Und wie das Licht zum Lichte rastlos strebt
Noch eh' von morgen mich ein Hauch umschwebt,
Der Erde und des Lebens Fesseln springen.
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Und schon entrückt von gnadenvollem Leide,
Möcht' an der Schwelle ich von Liebe sagen,
Die allen dient und keine Schuld mehr wägt.
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Mit meines Schicksals fast verzehrtem Kleide
Bleibt eines Bettlers Gut, ein Herz zu tragen,
Dem sich die Wahrheit mächtig eingeprägt.
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Dieses Sonett ("Epilog") von Reinhold Schneider hat erst einmal nichts mit dem Heiligen des heutigen Tages zu tun; doch wenn wir einige dieser Worte quasi transparent werden lassen, so glaube ich dahinter auch die Gestalt des heiligen Pfarrers von Ars zu entdecken.
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¶ Reinhold Schneider: Die Sonette von Leben und Zeit, dem Glauben und der Geschichte. Köln und Olten 1954. S. 57.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ihren Blog lese ich nicht ungern. Was mich jedoch stört, ist, daß Sie oft dem Kalender der forma extraordinaria den Vorzug geben. Heute ist für viele Menschen aber Dominikus, (den Pfr. von Ars hatten wir bereits.) Bei aller möglichen Liebe ist der Kalender des Novus Ordo der "allgemeinere". - Über den Sinn der damaligen Liturgiereform können Sie einen schönen Aufsatz von EB G.-L Müller finden: den Vortrag, der er gehalten hat anläßlich der Herausgabe des Liturgie-Bandes der Schriften des Hl. Vaters ( Titel: Logike Latreia, 30.Oktober 2008 ) Ein bißchen Balance kann nichts schaden...

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Danke erst einmal für die Ermunterung und den Hinweis auf die Ausführungen von Erzbischof Müller. Ich bin in einem eigenen Beitrag eigens darauf eingegangen und hoffe, daß Sie mir nicht übelnehmen, wenn ich weiterhin beim "alten" Kalender bleibe ...