Dienstag, 7. August 2012

Gengenbach [3] - Kanzel und Orgel

Zu den sicher reizvollsten Ausstattungsstücken der ehemaligen Gengenbacher Abteikirche zählt die neogotische Kanzel von 1900: Durch den Bildhauer Jacob Busch in Ton modelliert und gebrannt erregte sie die Bewunderung ihrer Zeit, zumal ein Duplikat auf der Pariser Weltausstellung gezeigt wurde und dort als "unstreitig eine der bedeutendsten keramischen Leistungen der Gegenwart in ganz Deutschland" gewertet wurde. Dieses Kopie wurde danach übrigens in der Freiburger Herz-Jesu-Kirche installiert. Nach Kriegsschäden dort wurde diese Kanzel demontiert - die Reste sind aber bis heute eingelagert. Bemerkenswert ist nicht zuletzt der Kanzelaufgang mit Szenen des Leidenswegs Jesu von der Ölbergsnacht hinauf nach Golgatha.
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Die Orgel (III/38)  ist ein weitestgehend erhaltenes spätromantisches Werk der Überlinger Firma F. W. Schwarz aus dem Jahr 1898; 1985 erfolgte eine Restauration samt Ergänzung einiger Register durch die Orgelbaufirma Fischer & Krämer aus Endingen, wobei die Kegelladen von pneumatischer auf elektrische Steuerung umgesetzt wurden. Weitere Informationen zu dieser Orgel sind hier als PDF hinterlegt.
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Abschließend noch ein Blick auf die Vierung samt Choranlage. Trotz späterer Zutaten ist die an der Hirsauer Bauschule orientierte romanische Grundordnung mit Hauptapsis und insgesamt vier Nebenchören bis heute erkennbar geblieben.
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