Montag, 13. August 2012

Fest Unserer Lieben Frau, Zuflucht der Sünder

Wir wissen nicht, was uns im Leben noch bevorsteht. Wir wissen nicht, ob unser Glaube wirklich fest genug ist, damit er nicht eines Tages wanke. Wir wissen nicht, ob wir unter all den Verstörungen und Bedrängnissen, die das Leben mit sich bringen kann, unsere Hoffnung bis ans Ziel tragen. Wir wissen nicht, ob wir die Liebe zu Gott stets lebendig halten werden, stets lebendig halten können. Wir wissen nicht, wie es um unsere letzte Stunde bestellt sein wird. Sicher, jeder Mensch erhält von Gott die für das Erreichen des letzten Zieles notwendigen Gnaden. Aber werden wir im Glauben entsprechend mitwirken? Werden wir das uns anvertraute Pfund mehren? Wir wissen es nicht. Gott allein weiß darum.
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Wenn wir das Ave Maria beten, so schließen wir es mit den Worten: "Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes". Es mag gut sein, sich hin und wieder ins Gedächtnis zu rufen, was wir da eigentlich erbitten: Um die Fürsprache Mariens für den gegenwärtigen Augenblick ... und für einen Moment, der irgendwann einmal - aber unweigerlich - kommen und von dem wir heute nicht wissen, unter welchen äußeren Umständen und in welcher inneren Verfassung er uns ereilen wird. 
Wie wird sie werden, die "Stunde unseres Todes"?
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Ich finde es ungemein tröstlich, daß uns die Kirche so zu sprechen lehrt ... "bitte für uns Sünder, jetzt" und bitte für uns Sünder "in der Stunde unseres Todes". Ich glaube: Wenn wir heute und alle Tage, wann immer wir es können, ehrlich und aufrichtig darum bitten,  Maria möge uns in hora mortis nostrae, wie immer auch diese Stunde uns vorfinden mag, zur Seite stehen - dann werden wir vor jenem unbestimmten "morgen" keine Angst haben müssen.
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Maria, die Zuflucht der Sünder - sie wird für uns einstehen, uns an der Hand nehmen und zu ihrem Sohn führen, selbst wenn wir uns womöglich selbst aufgegeben haben und zu fallen drohen.

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