Dienstag, 3. Juli 2012

Wirkt nach: Kaiser Konstantins Sonntagsdekret

Nehmen wir an, der 3. Juli 321 sei ein Sonntag gewesen; dafür spricht der Umstand, daß an diesem Tag ein Dekret Kaiser Konstantins des Großen erstmalig umgesetzt wurde, welches die Sonntage im gesamten Römischen Reich zu Ruhetagen erkor - erlaubt waren fortan sonntags nur noch Arbeiten in der Landwirtschaft, die keinen Aufschub duldeten. 
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Die heutige deutsche Regelung der Sonntagsruhe hat ihren Ursprung in der Gewerbeordnungsnovelle des Deutschen Reiches, erlassen von Kaiser Wilhelm II. am 1. Juni 1891. Die Verfassung der Weimarer Republik bestimmte in Art. 139, der "Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt". Unser Grundgesetz hat diese Bestimmung übernommen; auch heute gibt es Ausnahmen ... und zwar zunehmend mehr. Besonders beliebt sind "verkaufsoffene" Sonntage, am beliebtesten solche im Advent.
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Für all jene, die gerne auch sonntags shoppen gehen würden, habe ich stets einen prickelnden Vorschlag auf Lager: Ehe wir Sonntage zu Werktagen umfunktionieren, sollten wir zuerst einmal über die Abschaffung von Feiertagen wie dem Oster- oder Pfingstmontag nachdenken. Schließlich sei es offenkundig unzumutbar, daß zwei Tag nacheinander die Geschäfte geschlossen blieben ...

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