Samstag, 28. Juli 2012

Vom Preis, vom Blog, vom Schönen

Daß man für den Neustart eines Blogs einen Robusta-Sonderpreis bekommen kann, hätte ich mir nicht träumen lassen. Vielen Dank: einmal jenem freundlich gesonnenen Geist, welcher durch seine Nominierung diese Verleihung initiiert hatte, dann aber auch dem Geistlichen, welcher der Blogozese nicht nur diese taffe Nonne, sondern obendrein Preise dazu beschert hat! 
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Dieser Preis aber gehört, denke ich mal, mir nicht allein. Er gehört auch all jenen, die mich damals zum Weitermachen ermuntert hatten, als mir der Sinn des Wozu und für Wen fragwürdig schien. 
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Und am schönsten wäre es, wenn dieser Preis all jenen, denen es jetzt oder irgendwann (mutmaßlich) ähnlich ergeht, als Anstoß dienen könnte. Den ein oder anderen Namen habe ich im Hinterkopf, behalte das aber für mich ...
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Da die Seitenaufrufe gestern Abend irgendwann über die 10.000er-Marke gesprungen sind, was im Vergleich zu anderen Blogs bescheiden sein mag, aber deutlich genug, um die Zuversicht zu nähren, daß man nicht absolut uninteressant ins Blaue bloggt, und ich kürzlich ohnehin eine Nabelschau angekündigt habe, scheint der rechte Augenblick hierfür gekommen. 
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Was will Pro Spe Salutis? Auf dem Freiburger Treffen kam das Gespräch an einer Stelle auch auf die Beweggründe der anwesenden Blogger. Sinngemäß habe ich damals gesagt, mir sei es wichtig, die Schönheit des Glaubens deutlich zu machen. Denn wollte man mich fragen, warum ich eigentlich glaube, mir würde auf Anhieb kaum etwas anderes einfallen als die Antwort: Weil es schön ist. Für den Empiriker klingt das gewiß zweifelhaft, denn das Schöne gilt weithin als eine Geschmacksfrage und mithin als Frucht des subjektiven Urteils. Daran macht man keinen Glauben fest, der das Leben prägt. Oder prägen soll. Sähe ich es dennoch so, dann müßte ich fürwahr um meinen Glauben fürchten, allein schon aus der Erfahrung heraus, daß der Geschmack des Menschen immer wieder der Veränderung unterworfen ist. 
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Wenn ich vom Schönen spreche, dann meine ich das Schöne im Sinn der Transzendentalien: Man kann an Gott glauben, weil er vor allem das höchste Gut(e) sei. Oder die Wahrheit. Oder weil er eben das Schöne ist, von dessen Glanz wir im katholischen Glauben sowie im Buch der Natur und in den Spolien der Kultur mannigfache Spuren finden - und dies, obwohl unser Erkennen getrübt und unser Blick allzu oft verstellt ist.
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Dem trüben Auge zum Trotz - eine Ahnung davon versuche ich mit dieser Seite zu vermitteln: von Gott, vom Schönen also selbst und vom Ringen darum, welches vor allem ein geistliches und geistiges ist. Manchmal will es auch verteidigt sein - der Sprung ins kalte Wasser der uns umlagernden chaotischen Gegenwelt (wobei hier andere meistenfalls schneller sind und zu gut, als daß man noch irgendetwas Erhellendes nachlegen könnte). 
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Diese Seite will zu all dem einen Beitrag leisten und gibt Texten Raum, in denen entweder ich sage, was mir wichtig ist, oder einfach andere sagen lasse, was ich für wichtig und richtig erachte. Sie will eine gewisse Ordnung halten in den Texten und Beiträgen, in den Rubriken und Artikelreihen, davon immer einmal eine hinzukommen und eine andere versanden mag. Und sie will den Glanz des Schönen zeigen in Bildern, die auch ein Stück weit davon erzählen wollen, wie ich den Glauben und die Welt sehe oder zu sehen versuche; weswegen ich nur auf einen beschränkten Fundus zurückgreife, den ich mir auf vielen Wegen, Fahrten und Wanderungen - vor allem durch meine südbadische Heimat - erworben habe und der - wie Vieles bleibt noch zu entdecken! - Gott sei Dank immer wieder wächst.
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Einen herzlichen Glückwunsch auch allen anderen Trägern der Robusta-Sonderpreise 2012! Hier sind sie versammelt.

Kommentare:

Alipius hat gesagt…

Ich gratuliere zum Sonderpreis und freue mich schon auf weitere Postings hier!

Morgenländer hat gesagt…

Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Sonderpreis!

Frischer Wind hat gesagt…

Auch meinen herzlichen Glückwunsch!

Bellfrell hat gesagt…

Gratulation auch von mir!