Samstag, 28. Juli 2012

Öde auf die Freude, Christl & Co.

In eigener Sache: Wir halten öffentliche und satirische Kritik für lebensnotwendig, so lange tumbe "Reform"-Gruppen schlechte Reime zimmern (hier). Letzteres können wir nämlich auch ...
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Ein Damenkränzchen (leicht bescheuert?)
hat auf der Donau angeheuert
und lieh sich schönen Tags 'nen Kahn
und karrte einen Bischof an.
Der war zwar nicht ganz unumstritten,
doch bei den Weibsen wohl gelitten.
Denn wer aus Gottes Spuren biegt,
der muß halt nehmen, was er kriegt.

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Mit Krummstab und mit krummen Sachen
will der 'ne Handauflegung machen
und "Priesterinnen" ordinieren:
Komödien kann man zelebrieren!
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(Ich fürchte, die Wellen verschlingen
am Ende noch Schiffer und Kahn,
und das hat mit ihrem Singen
die Loreley mal nicht getan ... denn:)
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Nicht ganz so lustig fanden fern
in Rom die Diener es den Herrn.
'Nen Korb gab's und den Rat, den flinken
die Gültigkeit sich abzuschmincken.
Doch etwas blieb zurücke schon:
Der Bann der Exkommunikation.
Die Medien sind hoch empört,
daß man die Frauen so verstört.
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Doch Christl denkt und ihre Schwestern,
man sei ja schließlich nicht gestern
so wie die greisen röm'schen Pfaffen ...
Wir drehn das Ding und werden's schaffen!
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Man zeigt Präsenz, man schreibt ein Buch,
verbreitet seinen Stallgeruch.
Den sollen auch die Römer schmecken,
darum man kriecht aus seinen Ecken
und reist ins hohe, ferne Rom
zu entern nun den Petersdom.
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Zwei Damen, die berufen wähnen
(ach Leute, spendet reichlich Tränen!)
zu "Priesterinnen" sich fürwahr,
zum Dome stacksten, war ja klar.
Die Blusen schmückten röm'sche Kragen
und Lippenstift ward aufgetragen.
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(Die Christl, eine von den beiden,
die fand es noch viel zu bescheiden,
Mit Batikstola aufzutreten
und Peudomessen vorzubeten.
Sie kauft sich auch 'nen Hirtenstock
und karnevalt im Bischofsrock).
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Dort angekommen, so der Plan,
man sich zur Kommunion stellt an.
Das Sakrament sich zu erschleichen,
man nicht will von dem Orte weichen.
Doch ach! Ein Priester tritt herfür
und setzt die Damen vor die Tür.
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Danach begann das große Flennen
als ob man's nicht hätt' ahnen können ...
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Mit besten Dank an Richelieu's Sammelsurium für die Informationen zu diversen Umtrieben von Christl & Co. (hier wie da).

1 Kommentar:

Freiburgbärin hat gesagt…

ich bin beindruckt, Donnerwetter,
ein Donauschwimmer, Kirchenretter,
ein Meister, der klar trennt die Geister,
verarbeitet zähen, dummen Wortebrei,
zu einem schmackhaften Freiburger Allerlei.

Ich esse jetzt noch eine Mettwurst. Gute Nacht.