Donnerstag, 7. Juni 2012

Allem Leben zu geben - Hochfest Fronleichnam

Die Spendung des Mannas in der Wüste
Tafel am Hochaltar von St. Martin in Freiburg
Sich selbst nennt er das wahre Brot, weil das Manna in erster Linie den eingeborenen Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, bezeichnet. "Manna" heißt wörtlich: Was ist das? Der menschgewordene Sohn Gottes ist wirklich in höchstem Maße jenes staunenerweckende "Manna", vor dem jeder fragen kann: Was ist das? Wie ist der Sohn Gottes Menschensohn? Wie kann das sein: eine Person in zwei Naturen? Dieses Brot, das vom Wesen her Leben ist, als Sohn des lebendigen Vaters, dieses Brot wirkt sein ihm eigenes Werk: allem Leben zu geben. Wie das Brot, das von der Erde stammt, die schwache körperliche Natur erhält, so belebt Christus durch das Wirken des Geistes die Seele und läßt auch den Leib unzerstörbar werden. Denn durch seine Auferstehung wird die Unzerstörbarkeit des Leibes geschenkt.
Theophylactus von Achrida

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