Sonntag, 13. Mai 2012

MM* 7: Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Sakrament

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Der 13. Mai ist in diesem Jahr nicht nur dem 5. Sonntag nach Ostern verbunden. Dieser Tag ist generell auch ein Marientag; nicht allein der Erscheinungen Mariens in Fátima wegen, deren erste am 13. Mai 1917 stattfand. Der 13. Mai wird auch durch das Fest Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Sakrament ausgezeichnet. Unter diesem Namen verehrte der hl. Pierre Julian Eymard (1811 - 1865) die Gottesmutter. Für die von ihm gegründete Kongregation vom Allerheiligsten Sakrament ist dieser Tag ein Festtag. Hier ein Wort aus den Betrachtungen des hl. Pierre Julian Eymard:
Maria hatte wie jede Mutter die Pflicht, Jesus aufzuziehen. Gewiss bleibt die Art und Weise, wie sie diese Aufgabe erfüllte, ein unaussprechbares Geheimnis. Wenn aber der Sohn Gottes in der vollen Wahrheit der Sohn Mariens war, dann muss diese in ihrer Beziehung zu ihm und in den Augen der Leute die Haltung einer wahren Mutter eingenommen haben.
Maria begleitet Jesus auch in allen Phasen und Situationen seines Lebens. Sie war arm mit ihm in Bethlehem, verborgen in Nazaret, verfolgt während seines evangelischen Lebens, hingeopfert in der Stunde seines Leidens; sie wird sich später vereinigen mit seinem eucharistischen Leben, dem Ziel und der Krönung aller Geheimnisse Jesu.
Auch der Priester muss Jesus in den Seelen nähren, damit er in ihnen lebe und wachse. Aber wie könnte ihm das gut gelingen, wenn er nicht selber von Jesus lebt, wenn er sich nicht seinen Geist und sein Herz in der Vertraulichkeit mit Jesus Christus, dem Hohenpriester, nährt?
Eine seiner Hauptsorgen muss es sein, Priesterberufe zu entdecken und zu formen, sowie die Neugeweihten des Priesteramtes zu leiten. Er möge darin mit der Jungfrau Maria zusammenarbeiten; er vertraue der Liebe Mariens besonders für den jungen Priester.
Sie hat ihn in der Jugendzeit vor dem Bösen bewahrt, um in ihm die Tugend zu erhalten, welche den Priester kennzeichnet: indem sie seine Frömmigkeit nährte, seine Liebe anregte, ihn gleichsam an der Hand bis in die Nähe des Altars, bis zu Füßen des Hohenpriesters führte und ihn wie einstmals ihren Sohn im Tempel ihm vorstellte; indem sie ihn in den tausend Opfern des Studiums, der Kämpfe und Ängste zum Priesterberuf ermutigte.
O wie herrlich: ein Priester, der durch Maria geformt wurde! Dies ist ein guter und heiliger Priester, Jesus wird ihn freudig aufnehmen und in ihm seine Mutter bleiben.
 Weitere Informationen über den hl.  Pierre Julian Eymard und die von ihm gegründete Kongregation sowie Texte sind auf den Seiten der Eucharistiener zu finden.
Sei gegrüßt, Maria, du aus reinem Gold gegossener Schatzbehälter. Du umschließt die lieblichste Süßigkeit unserer Seele, Christus, der das Manna ist (St. Germanus).
Maria, vas honorabile, du ehrwürdiges Gefäß - bitte für uns! (Lauretanische Litanei)
*MM: Mini-Maiandacht ... gucken, lesen, kurz innehalten ...

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