Donnerstag, 12. April 2012

Was der Osterhase nun brachte ...

Vorab: Das ist kein "hasenfreies" blog. Ich bin zwar auch kein Freund von zu "Hasenfesten" umdekorierten Ostertagen, aber weder soll das Kind mit dem Bad ausgeschüttet noch zum großen Halali (was man ohnehin nur beim Hirschen tut) geblasen werden. Denn immerhin ...
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... sehen die Kirchenväter im Hasen jenen Menschen, der gejagt wird (Tertullian) und der vor den Verfolgern im Felsen - also in Christus, der Kirche, dem Glauben - Zuflucht sucht (Hieronymus, Augustinus u.a.), weswegen der Hase auch eine Karriere als Bild für Taufbewerber gestartet hat. Klemens von Alexandrien wittert bei unserem zugegebenermaßen recht fortpflanzungsfrohen Rammler allerdings auch Unkeuschheit. Der Physiologus weist auf die Hinterläufe des Hasen hin, die länger sind als die Vorderpfoten. Daher könne er sich vor einem Hund retten, indem er einen Berg hinauf springe, würde aber bergab hüpfend das Rennen verlieren - der Berg ist Christus, der Rest versteht sich von selbst. Er sei hier zu Ehren gebracht: Der Osterhase!
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Die Frage gestern lautete, was er mir beschert habe - und Bellfrell hatte schon bald die richtige Lösung parat ...
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Agrippina, Händels erster großer Opernerfolg, uraufgeführt am 2. Weihnachtstag 1709 im venezianischen Teatro San Giovanni Crisostomo.
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Indirekt auf die Idee zum Kauf brachte mich Stanislaus, der sich gerade Israel in Egypt zugelegt hat - ein opus, das mir eigentlich auch noch fehlt. Doch kann ich mich für dieses Oratorium nicht recht erwärmen, seit ich einst am Theater Basel eine szenische Realisierung gesehen habe. Herbert Wernicke zeichnete dafür verantwortlich und ist mittendrin, drauf und drüber gestorben. Irgendwie hat man das Werk dennoch auf die Bühne bugsiert; das Ableben des Regisseurs schien mir dann zusehends verständlich. Auch musikalisch hat mich der Abend nicht vom Sockel gerissen - und so kam der Osterhase schlußendlich eben mit Agrippina dahergehüpft.

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