Sonntag, 18. März 2012

Sankt Joseph

... erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: 
"Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, stammt vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Denn Er wird Sein Volk von seinen Sünden erlösen" (Mt 1, 21-22).
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Ein Engel erscheint dem heiligen Joseph im Traum
Münster Sankt Fridolin, Bad Säckingen

In den Worten der nächtlichen "Verkündigung" vernimmt Joseph nicht nur die göttliche Wahrheit über die unaussprechliche Berufung seiner Frau, sondern er hört außerdem wieder die Wahrheit über die eigene Berufung. Dieser "gerechte" Mann, der ganz im Geist der vornehmsten Traditionen des auserwählten Volkes die Jungfrau aus Nazaret liebte und sich mit ihr in ehelicher Liebe verbunden hatte, wird von Gott nochmals zu dieser Liebe berufen.

"Joseph tat, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich" (Mt 1, 24); das Kind, das sie erwartet, "ist vom Heiligen Geist": muß man nicht aus diesen Aussagen schließen, daß auch seine Liebe als Mann vom Heiligen Geist neu belebt wird? Muß man nicht daran denken, daß die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in das Herz des Menschen ausgegossen ist (vgl. Röm 5, 5), jede menschliche Liebe in vollkommenster Weise gestaltet? Sie gestaltet auch - und das in einzigartiger Weise - die bräutliche Liebe der Ehegatten, indem sie in ihr all das vertieft, was menschlich würdig und schön ist, was die Merkmale der ausschließlichen Hingabe, der Verbundenheit der Personen und der echten Gemeinschaft nach dem Vorbild der Dreifaltigkeit an sich trägt.

der sel. Johannes Paul II.
im Apostolischen Schreiben Redemptoris Custos (mehr hier)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Schön, daß Sie weitermachen. Ich freue mich sehr und wünsche alles Gute!