Freitag, 23. März 2012

Pay Equal Day Bashing ;-)

Heute findet in Deutschland der pay equal day statt: "Dieser Tag markiert das Datum, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus weiterarbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mannes zu kommen" (Quelle). Leider überkommen mich just keine frauensensibel passenden Gedanken hierzu. Aber wie der Zufall so will, fiel mir heute ein Büchlein in die Hände, und so übergebe ich das Wort an Pater Georg Stengel SJ:
Menander, ein griechischer Poet, schlagt sehr übel auf seiner Lauten für die Weiber, er hat schier gar zu hoch den Ton angestimmet. Er sagt: Tot cum mari terraque sint passim ferae, Fera omnium ipsa maxima extat femina.
Im Meer, auf Erden ist nichts böser / Als ein Weib, merks wohl mein Leser! 
Der Weise Salomon ist allererst in seinem Alter in die Abgötterei gefallen. Ach, wer hat diesen weisisten König unter allen Menschen in diese größte Torheit gestürzet? Die Weiber. Also bezeugt es die Heilige Schrift: cumque jam esset senex, da Salomon nun alt ware, wurde sein Herz verführet von den Weibern, daß er den fremden Göttern nachginge. Da waren wiederumb die Weiber ein Tür des Teufels und ein Weg zu der Bosheit. Hat der weise Salomon unter so vielen Weiberen, die er gehabt hat, kein gutes können finden, ach, wie wird es allererst anderen, die so weis nit seind, ergehen? Es wird freilich der mehrere Teil ein schlechtes War bekommen, wann sie nicht alle mögliche Behutsamkeit anwenden.
Alphonsus, der weise König in Spanien hat vermeint, er habe endlich ein Paar Ehevolk gefunden, welches zum Besten zusammen taugte, da er pflegte zu sagen, daß alsdann ein gute Ehe könne gestiftet werden, wann der Mann Gehör los wäre, daß er des Weib Zanken nicht anhören müßte und das Weib blind wäre, damit sie dem Mann in seinen Geschäften nicht einreden konnte. Dann die Weiber allzeit gescheiter als die Männer sein wollen, da sie doch so wenig Hirn haben als ein Strohbutz auf dem Acker, der für die Vogelscheu ist hinaus gestellet worden.
Der berühmte und von allen Staatserfahrnen hochgeschätzte Tacitus hat von den Weibern diese Wort schriftlich hinterlassen: neque enim imbecillis tantum et impar laboribus sexus est, sed, si licentia adsit, saevus, ambitiosus, potestatis avidus, omnium rerum libertatem, imo licentiam, si vera dicere volumus, desiderat, das weibliche Geschlecht ist zwar schwach und nicht tauglich große Arbeiten zu versehen, aber lasse dasselbige die Oberhand bekommen, so wirst du sehen, was du für einen Herrn, oder wann ich also reden darf, Herrin bekommen hast, sie wird dich wollen in ein Bockshorn schieben, mit dir als wie ein Tyrann umbgehen, dir kein Ehr, kein Freiheit, keinen Gewalt überlassen, alles wird sie dir nehmen und ihr vorbehalten.
 Georg Lohmeier (Hg): Geistliches Donnerwetter. Bayerische Barockpredigten. München 1967.
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PS Die Wiedergabe dieser Kanzelreden-Auswahl versteht sich auch als Reaktion auf die dröge politische Konsenskorrektheit, die unser frischvereidigter Bunderpräsident heute verbreitete - als ob es in diesen Tagen nicht genug Themenfelder gäbe, die a) aufzugreifen wären und mit denen man b) garantiert irgendwo mächtig aneckt. Der Grüß-August ließ grüßen. Aber das nur am Rande ...

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