Sonntag, 25. März 2012

Mariä Verkündigung

Der Engel trat bei ihr ein und sprach: Gegrüßet seist du, voll der Gnade! Der Herr ist mit dir; du bist gebenedeit unter den Frauen. Als Maria dies hörte, erschrak sie über seine Worte und dachte nach, was dieser Gruß bedeuten sollte. Der Engel aber sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott. Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben (Lk 1, 28-31).
"Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Allerhöchsten
dich überschatten" - Pfarrkirche St. Gallus, Merzhausen bei Freiburg
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Wenden wir die Situation für einen kurzen Augenblick auf uns an. Sicher, wir sind nicht Maria. Aber gehen wir dennoch einfach davon aus, der Engel würde bei uns eintreten und uns einen Gruß entbieten, etwas so: "Gegrüßt seist du ... ja, genau, dich meine ich: Du, in der Taufe von Gnade überflutet. Der Herr ist mit Dir - oder wäre es zumindest gerne". Wenn wir dann über diesen Gruß wirklich nachdenken würden, dann wäre bereits einiges erreicht. Und nehmen wir an, der Engel würde weitersprechen: "Fürchte dich nicht, Du hast hast Gnade gefunden bei Gott ..." Klar, hier geht es um eine inwendige Menschwerdung Gottes, aber könnte nicht gerade unsere Bereitschaft dazu die schönste - und uns täglich aufs neue herausfordernde - Antwort auf das "Ja" Mariens sein?
Die Kirche ist schwanger und liegt in Wehen, bis Christus in uns gestaltet und geboren wird, damit ein jeder der Heiligen durch die Teilnahme an Christus zu Christus wird (Methodius von Olympos, Symposion 8,8).

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