Sonntag, 18. März 2012

Konzilsrentner Krätzl und das "Lehramt der Theologen"

Manchmal haben auch Bischöfe nicht mehr alle Tassen im Schrank. An der Theologischen Fakultät Luzern schwadronierte jüngst der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl (82) als "Konzilszeuge" zum V2-Jubiläum über V2 und stellte, so berichtet aktuell Kirche heute, fest: "Es gibt zwei Lehrämter und zwei Wächterämter, die Bischöfe und die Theologen". Leider habe man diese Gegenseitigkeit nach dem Konzil wieder aufgegeben. Zuvor war sie erst gar nicht vorhanden.


Das "Lehramt der Theologen"!  Krätzl habe, so ist dem Artikel auch zu entnehmen, "in der ersten Session 1962 erlebt, wie Bischöfe Theologen, die zuvor zensiert worden waren, zu ihren Beratern gemacht und sich mit ihnen angefreundet hätten". Da dürfte vor allem Karl Rahner SJ gemeint sein, den der Wiener Kardinal König, Krätzls Weihebischof, in Rom beim Konzil anschleppte - garantiert nicht zur gesteigerten Freude von Kardinal Ottaviani. Doch zurück ...


... zum "Lehramt der Theologen". Ich lasse da gerade mal einige aktuelle Namen vor meinem geistigen Auge Revue passieren ... will ich sowas als "Lehramt"? Und worüber sollen die dann mit den Schnulli-Episkopen, die sich bei solchen Theologen mit Konzilsgeistplattitüden einschleimen, eigentlich wächteramtsmäßig noch wachen? Über theological correctness, heretical united? Und warum fällt es zunehmend schwer, solche Konzilsrenter vom Kaliber Krätzl noch ernst zu nehmen? Ich krieg die Krätze ...

1 Kommentar:

Freiburgbärin hat gesagt…

Professoren lehren, Dozenten lehren, Assistenten lehren. Voila! Wir sind Lehramt.
Um meinen Lieblingsprälaten zu zitieren:
Ich krieg die Krätzel.